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Harms-Gelände: Darum herrschte Stillstand

150-Millionen-Euro-Projekt Harms-Gelände: Darum herrschte Stillstand

Mit der überraschenden Ankündigung, ein 150-Millionen-Euro-Projekt an der B65 bei Bad Nenndorf umsetzen zu wollen, hat der Eigentümer des Harms-Geländes, Pal Pinke, auch die Debatte um die Zukunft dieses Areal vorerst beendet.

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Lange hatte es eine Hängepartie um das Harms-Gelände gegeben.

Quelle: rg

Rückwirkend erklärt sich nun, warum es lange eine Hängepartie darum gegeben hatte. Das seit Jahren leer stehende Fabrikgebäude bereitete den Kommunalpolitikern lange Zeit große Sorgen. Im Jahr 2006 nahm die Diskussion um eine mögliche Umwandlung des Geländes in ein Wohngebiet Fahrt auf. Außerdem formulierten die Politiker ihre Hoffnung, dass das Grundstück mit der früheren Möbelfabrik nach der Verlegung der B65 besser zu vermarkten sein könnte.

Doch getan hat sich nie etwas. Nicht einmal hinsichtlich der B65. Neue Vorstöße zum Harms-Gelände gab es vor etwa drei Jahren, als die Stadt wiederum versuchte, den Eigentümer zu einer Umnutzung des 42000 Quadratmeter großen Grundstücks zu bewegen. Dieser lehnte jedoch ab – aus gutem Grund, wie heute erkennbar ist.

Im Bauausschuss tauchte das Thema in regelmäßigen Abständen auf. Die Politiker begannen merklich, die Geduld zu verlieren. Zwischenzeitlich kam sogar die Idee auf, den Besitzer zumindest zum Rückbau der Ruine zu bewegen, wenn er das Gelände weder selbst anders nutzen noch es an die Stadt übertragen wolle. Ob dies geklappt hätte, ist offen – mittlerweile aber auch nicht weiter wichtig.

Die Ungeduld der Ratsleute ist aber auch verständlich gewesen, zumal sich Pinke ob seiner Pläne lange bedeckt hielt. Und die Chancen, dass Investoren in Bauprojekte investieren, sind in der aktuellen Wirtschaftslage mit den weltweit niedrigen Zinsen überaus gut. Die Stadt fühlte sich schlichtweg blockiert.

Im September 2014 eröffnete Pinke nach Informationen dieser Zeitung dann gegenüber der Stadt, dass er in Kürze einen Projektplan veröffentlichen würde. Dann wurde es still in der Diskussion. Vor Wochenfrist ließ Pinke dann die „Bombe“ platzen: Für 150 Millionen Euro soll eine weltweit einzigartige Mixtur aus Naturheilkunde-Praxen und Wohnungen auf dem Harms-Gelände entstehen. Die Bad Nenndorfer staunen: Schon 2016 könnten die Bauarbeiten beginnen. Noch vor dem hiesigen B65-Abschnitt. gus

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So frei war der Blick auf die Fabrik-Ruine noch nie. gus

Auf dem Harms-Gelände, das im Gespräch ist, Standort einer 150 Millionen Euro teuren Naturheilkunde-Klinik zu werden, sind bereits die Bäume hinter der früheren Möbel-Fabrik gefällt worden.

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