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Harms-Gelände: Geduld am Ende

Bad Nenndorf Harms-Gelände: Geduld am Ende

Allmählich verlieren die Bad Nenndorfer Politiker die Geduld mit dem Inhaber des Harms-Geländes. Weil sich die Klinik-Pläne dort allem Anschein nach erledigt haben, steht die Stadt nämlich wieder an demselben Punkt wie im Sommer 2013.

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Quelle: Archivfoto

Bad Nenndorf. Damals hatte der Rat den Druck auf Pal Pinke erhöht, die Industriebrache entweder selbst umzugestalten oder das Areal an die Stadt zu verkaufen.

Ralph Tegtmeier (SPD), der in dieser Woche den Bauausschuss leitete, erkundigte sich mit einigem Nachdruck bei der Verwaltung, wie es in dieser Sache momentan steht. Vor zweieinhalb Jahren habe der Rat beschlossen, ein Rückbaugebot beziehungsweise eine Aufhebung des geltenden Bebauungsplans für das Harms-Gelände auf den Weg zu bringen. Dann sei ein Investor aufgekreuzt, bei dem es sich gleichzeitig um den Eigentümer des Grundstücks handle. Dieser präsentierte der Stadt die Pläne zum Bau einer exklusiven 150-Millionen-Euro-Klinik.

„Es ist Spekulation, ob dieses Vorhaben mit den Beschlüssen des Bauausschusses zusammenhing“, sagte Tegtmeier nun. Doch jetzt, wo der Investor seit einem halben Jahr auf Tauchstation gegangen ist, wollte der SPD-Politiker wissen, welche Pläne die Stadt hat, um die Industrieruine zu entfernen.

Stadtdirektor Mike Schmidt schickte voraus, dass er nicht glaubt, der Investor habe die Klinik-Pläne nur vorgeschoben. „Das hat viel Geld gekostet“, so Schmidt. Er gab Tegtmeier aber Recht: Das Klinik-Bauvorhaben dürfte sich erledigt haben. Die Investorengruppe habe nach Informationen der Stadt die 150 Millionen Euro am Kapitalmarkt nicht auftreiben können.

Die Verwaltung habe die Eigentümer angeschrieben und erklärt, dass im Falle eines Rückzugs die Stadt das Gelände selbst erwerben möchte. Bislang gab es keine Antwort. Jetzt nähere sich der Jahrestag der ersten Präsentation der Klinik-Pläne – dies wolle die Stadt zum Anlass nehmen, bei Pinke erneut nachzuhaken. Bauamtsleiterin Anette Stang warnte vor einem Schnellschuss. Den Bebauungsplan einfach aufzuheben, könne dazu führen, dass der Eigentümer Regress fordert. gus

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