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Haste will Neonazis die Tour vermasseln

Haste / Ankündigung Haste will Neonazis die Tour vermasseln

Kein Aufenthalt und kein Ausstieg für Nazis: Die Bürger in Haste und den umliegenden Gemeinden haben die Nase davon voll, dass ihr Bahnhof von Hunderten Rechtsextremisten als Umsteigestation auf dem Weg zu deren alljährlichen Aufmarsch in Bad Nenndorf genutzt wird. Am 5. August, einen Tag vor dem sogenannten „Trauermarsch“ in der Kurstadt, startet deshalb am Haster Bahnhof ab 14 Uhr eine Gegendemonstration unter dem Motto „Haste ist bunt“.

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Das Leben ist bunt: Das weiß in der Grundschule Haste jedes Kind. © tes

Haste (tes). Die beteiligten Grundschüler haben alles bestens vorbereitet. Sie haben bunte Bilder gemalt, mit Aufschriften versehen und alles wetterfest laminiert. Bürgermeister Sigmar Sandmann sorgt für Girlanden, an denen die Kunstwerke der Kinder am 5. August gemeinsam vor dem Bahnhofsgelände aufgehängt werden sollen.

Alle Bürger aus Haste, Hohnhorst und Suthfeld sind aufgerufen, sich an der von der Gemeinde Haste angemeldeteten Veranstaltung vor dem Bahnhof zu beteiligen. Das gilt auch für den Fahrradkorso zur Gegendemonstration in Bad Nenndorf am Sonnabend, 6. August. Treffpunkt ist am Bürgerhaus.

„Wir sind eine bunte Gemeinschaft“, erklärt Grundschulrektorin Birgit Flacke-Schröder, „bei uns wird niemand ausgegrenzt.“ Viele Kinder hätten gleich gefragt: „Was, die kommen schon wieder die Nazis?“ Umso kreativer waren ihre Ideen, Zeichen gegen die unliebsamen Besucher zu setzen. Die Theater-AG verabschiedete sich mit einem selbstgetexteten Theaterstück in die Sommerferien.

Der Titel: „Als die Raben noch bunt waren.“ Die Geschichte besagt, dass einst jedes Tier eine andere Farbe hatte. Die schillernsten Paradiesvögel waren die knallbunten Raben. Nur die braunen und blinden Maulwürfe meinten: „Bunt ist total out.“ So viel Intoleranz und Eintöngkeit kommt für die Schüler nicht infrage. Sie waren sich einig und riefen: „Braun? Nein Danke“.

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