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Haster Bach auf längerer Strecke aufwerten

25 000 Euro für ökologischen Ausgleich Haster Bach auf längerer Strecke aufwerten

Das Thema ökologischer Ausgleich hat die Sitzung des Bad Nenndorfer Umweltausschusses in dieser Woche geprägt. Vorsitzender Bernd Zimmermann (WGN) unternahm einen erneuten Vorstoß, die verzögerten Naturschutz-Maßnahmen bei Drei Steine umsetzen zu lassen. Ob an der Stelle allerdings überhaupt etwas geschieht, ist offen.

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Bad Nenndorf (gus). Der noch immer in der Warteschleife stehende Öko-Ausgleich bei Drei Steine soll den Eingriff in die Natur aufwiegen, der mit dem Baugebiet Auf dem Lay sowie Teilen der Gewerbegebiete Nord und Bückethaler Landwehr verbunden war. Zimmermann schlug vor, Geld in den Etat zu stellen, um an Drei Steine Anpflanzungen vornehmen zu können. Er bezweifelte aber auch, dass bauliche Veränderungen an dem Areal viel Sinn machen, da es sich um extrem feuchtes Land handle.
Daraufhin erwähnte Stadtdirektor Mike Schmidt, dass sich die Stadt derzeit in Grundstücksverhandlungen befindet und deshalb bald möglicherweise Flächen im Besitz der Stadt stehen, die sich besser für Öko-Ausgleich eignen. 2016 solle ein Strich unter diese Sache gezogen werden. Daher plädierte Zimmermann dafür, den Haushaltsposten mit dem Vermerk zu versehen, dass Ausgleich an Drei Steine oder einer anderen geeigneten Fläche vorgenommen werden soll. Als Summe stellte Zimmermann 25 000 Euro zur Debatte.
Erich Thies (CDU) erkundigte sich nach der Größe des gesamten Areals. Schmidt sprach von etwa 40 000 Quadratmetern. Die Fläche befindet sich zwischen Bundesstraße 442 und Kraterzoo und grenzt unmittelbar an das stillgelegte Tiergehege. Der Ausschuss einigte sich darauf, die 25 000 Euro in den Finanzhaushalt einzustellen. Es handelt sich um die einzige nennenswerte Investition in Umweltsachen für 2016.
Als eigentlich schon alles besiegelt war, kam Schmidt aber noch eine andere Idee: Die Renaturierung des Haster Bachs, die den Öko-Ausgleich für das Baugebiet Hinteres Hohefeld schaffen soll, könnte einfach um ein Stück verlängert werden. Dann müsste der an Drei Steine geplante Ausgleich gar nicht auf dieser oder einer anderen Fläche umgesetzt werden. Und der Haster Bach würde auf einer längeren Strecke ökologisch aufgewertet.
Friedrich Varwig fand die Idee gut, dies sei auch in der SPD-Fraktion bereits diskutiert worden. Zimmermann stimmte zu: „Alles, was der Umwelt dient, ist gut“, sagte der WGN-Politiker. Heike Beiersdorfer (WGN) hob hervor, dass eine zusammenhängende Ausgleichsmaßnahme ohnehin sinnvoller sei als mehrere kleine, separate Schritte.
Ob dieses Vorgehen infrage kommt, ist allerdings noch zu klären. Die erste Ausgleichsmaßnahme am Haster Bach bezahlt die Volksbank in Schaumburg, die eigene Ausgleichsmaßnahme geht zulasten der Stadtkasse. 

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