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Hausverbot für Flüchtling

Bad Nenndorf Hausverbot für Flüchtling

Nach dem Zwischenfall in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber hat der Täter Hausverbot erteilt bekommen. Dies erklärte Kreispressesprecher Klaus Heimann auf Anfrage. Der Mann war nach einem Streit mit seiner Frau in Rage geraten und hatte zwei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma mit einem Küchenmesser bedroht.

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BAD NENNDORF. Beide sind heute wieder zum Dienst erschienen – auch der 48-Jährige, der an der Hand verletzt worden war, als er dem Flüchtling das Messer abnahm. 

Der Vorfall hatte sich am vergangenen Freitag gegen 13 Uhr ereignet. Zu dieser Zeit befanden sich außer den Asylbewerbern nur ein Hausmeister und die beiden Sicherheitskräfte in dem Gebäude, das Heimann zufolge derzeit bei weitem nicht voll belegt ist. Da Auseinandersetzungen nicht auszuschließen seien, setze der Kreis bewusst auf Fachpersonal. „Diese Kräfte sind für solche Situationen geschult“, betont Heimann.

Fluchtbedingte Traumatisierung als Ursache

Der 24-Jährige befindet sich noch in psychiatrischer Behandlung. Die Ehefrau und der Sohn wohnen weiterhin in der Gemeinschaftsunterkunft. Heimanns Informationen zufolge liegt bei dem Mann eine fluchtbedingte Traumatisierung vor. Nach Behandlungsende könnte es sein, dass der Landkreis den Flüchtling erneut unterbringen muss, dann aber in einem anderen Ort, so Heimann.

Auf das Asylverfahren des 24-Jährigen hat die Sache wohl keine Auswirkungen. Heimann ärgert sich über die Tat angesichts der gereizten Stimmung in der Bevölkerung. „Solche Einzelfälle sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich engagieren“, sagt der Kreis-Sprecher. gus

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