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Bad Nenndorf Heime erst 2016 benötigt
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Heime erst 2016 benötigt
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00:27 23.11.2015
Das einstige Paulus-Praetorius-Stift wird erst 2016 zur Herberge für Asylbewerber. Quelle: gus
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Bad Nenndorf

Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, das den Betrieb der Heime am Harrenhorst und in der ehemaligen Kurklinik Schaumburg regeln soll.

 Die praktischen Vorbereitungen für den Einzug der insgesamt rund 220 Flüchtlinge haben demnach noch nicht begonnen. 125 Plätze in der früheren Klinik und 92 im einstigen Seniorenstift am Harrenhorst will der Landkreis einrichten (wir berichteten). Doch im Moment geht es noch ohne die Sammelunterkünfte, wie der Erste Kreisrat Klaus Heimann erklärte.

 Auch die Bückeburger Herderschule, die deutlich schneller bezugsfertig gemacht werden kann, ist noch nicht belegt (wir berichteten). „Derzeit bekommen wir immer noch genügend Wohnungen gemeldet“, so Heimann. Somit kann der Landkreis vorerst am Prinzip der dezentralen Unterbringung festhalten.

 Doch Heimann gibt sich angesichts des anhaltenden Zustroms Asylsuchender keinen Illusionen hin – der Landkreis sei nach wie vor überzeugt, auch die beiden Heime in Bad Nenndorf bald nutzen zu müssen. Daher werde auch bereits an dem Konzept für beide Häuser gefeilt.

 Offen ist beispielsweise noch, ob ein Büro für einen Flüchtlingssozialarbeiter der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ausreicht oder ob derer zwei eingerichtet werden. Sollten es zwei Büros werden, stelle sich auch die Frage, ob ein zusätzlicher Sozialarbeiter einzustellen ist. Bis dato kümmert sich die Awo-Angestellte Natia Lang als einzige hauptamtliche Kraft um die Flüchtlinge in den Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg.

 Der Landkreis sucht definitiv schon nach Hausmeistern für die beiden Sammelunterkünfte. Zunächst wird Heimann zufolge intern nach Kandidaten Ausschau gehalten. Möglicherweise schreibe die Kreisverwaltung die Stellen aber auch öffentlich aus. „Das liegt in unserer Regie“, sagt Heimann. Auch ein Sicherheitsdienst soll in den beiden Gebäuden tätig sein.

 Zeitlich rückt der Landkreis vom ursprünglichen Ziel ab, das Heim am Harrenhorst bis Ende Dezember und die Ex-Klinik an der Horster Straße bis Februar 2016 bezugsfertig zu machen. Auch im Januar ziehen möglicherweise noch keine Flüchtlinge am Harrenhorst ein – es könne Februar werden. Dann sollten eigentlich schon die ersten Zimmer in der früheren Klinik bezogen werden, doch auch da schränkt Heimann ein: „Es kann März werden.“

 Dies hänge davon ab, wie schnell der Landkreis Handwerker für die nötigen Umbauarbeiten akquirieren kann. Schließlich sei Weihnachten nicht mehr weit, und es handle sich um größere Aufträge. Unter anderem sind in den beiden Gebäuden Gemeinschaftsküchen einzurichten. Zu den weiteren baulichen Maßnahmen gehört das Installieren von Brandmeldeanlagen. Vorhandenes Mobiliar der Zimmer werde genutzt. Doch es seien vor dem Bezug zusätzliche Möbel, Bettwäsche, Handtücher und andere Dinge zu beschaffen. gus

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