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Hilferuf aus der Kramerstraße

Räumen und Streuen Hilferuf aus der Kramerstraße

Auch wenn der Winter so gut wie vorbei ist: Das Thema Räumen und Streuen hat den Behinderten- und Seniorenbeirat der Stadt Bad Nenndorf in seiner aktuellen Sitzung beschäftigt.

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Dass die Kramerstraße eine Spielstraße ist, hat sich für die Anwohner als Nachteil erwiesen: An das Tempolimit hält sich kaum jemand, dafür müssen die Anlieger den Schnee auch auf der Fahrbahn beseitigen.

Quelle: gus

Bad Nenndorf (gus). Denn an einzelnen Straßen gibt es Zustände, die die Interessenvertreter der gehandicapten und älteren Bürger so nicht hinnehmen wollen.

 Exemplarisch ist das Problem mit dem Räumen an der Kramerstraße. Eine ältere Anwohnerin berichtete, dass sie sich bei einem Sturz während der jüngsten Glätteperiode einen Arm gebrochen hat. Frank Wiegel stellte die Situation so dar: Die Kramerstraße sei ein verkehrsberuhigter Bereich, weshalb dort die Anlieger jeweils bis zur Straßenmitte Schnee und Eis entfernen müssen. „Hier fahren aber so viele Autos, dass das in der Praxis gar nicht möglich ist“, betonte Wiegel.

 Der WGN-Ratsherr erklärte, er wolle seine Worte nicht so verstanden wissen, dass er sich selbst der Winterdienstpflicht entledigen möchte. Ihm gehe es vor allem um die älteren Menschen, die besonders unter der Glätte an der Kramerstraße leiden. Und an das Gebot der Schrittgeschwindigkeit halte sich sowieso fast kein Autofahrer.

 Wilfried Koch vom Beirat pflichtete ihm bei: Es sei teils spiegelglatt an dem Weg. Ähnliche Zustände herrschen nach Worten Elisabeth Wegners am Marienweg, der momentan wegen der Bauarbeiten an der Bahnhofstraße für den Durchfahrtsverkehr freigegeben sei. In beiden Fällen gibt es keinen Bürgersteig, wie Koch ergänzte.

 Vorsitzender Klaus-Dieter Salzbrunn sagte zu, das Problem gegenüber der Verwaltung vorzutragen. Es wurde auch angeregt, aus der Kramerstraße eine Tempo-30-Zone zu machen, wo dann die Räumpflicht der Fahrbahn nicht mehr bei den Anwohnern läge. Doch Wiegel winkte ab: Dies sei alles bereits probiert worden, habe aber keinen Erfolg gebracht.

 Ein anderes Problem scheint gelöst: An der Matthiasstraße gegenüber dem Bayernstadl hält regelmäßig ein Bus, der ein behindertes Kind abholt. Allerdings ist es im Einstiegsbereich bei entsprechender Witterung extrem glatt. Daher war der Beirat gebeten worden, sich bei der Stadt um einen Streudienst zu kümmern.

 Volker Riehs wies auf einen Passus in der Satzung zum Winterdienst der Stadt hin. Dort heißt es, dass bei besonderen Anlässen oder Bedürfnissen ein kommunaler Streudienst auch an Stellen veranlasst werden kann, wo normalerweise die Bürger in der Pflicht sind. Dennoch sei das Anliegen der Familie an der Matthiasstraße von der Stadt bereits einmal abgelehnt worden. Ein Schneepflug kann in die kleine Straße nicht einbiegen.

 Jetzt hat das Ordnungsamt Kompromissbereitschaft signalisiert. Bis 7 Uhr soll der Einfahrtbereich bei Glätte gestreut werden, der Bus kommt morgens in etwa zu dieser Zeit an der Matthiasstraße an.

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