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Bad Nenndorf Hinter Gittern
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00:18 15.10.2017
Bissige Haiklingeln sind leider kein ausreichender Schutz gegen Langfinger. Am Bahnhof Bad Nenndorf sollen die Fahrräder in Zukunft besser gesichert werden. Quelle: lht
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BAD NENNDORF

 Bauamtsleiterin Annette Stang stellte verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung vor. Die einfachste Lösung wäre demnach, die vorhandenen überdachten Fahrradstellflächen mit einem Gitter einzufassen. Dann würde sich die Frage stellen, wie die Fläche zu betreten wäre – teilt man Chipkarten oder Schlüssel aus, gibt es einen Zahlencode oder eine Handy-App zum Öffnen. Chipkarten bieten eventuell keine ausreichende Sicherheit, warf Bernd Zimmermann (WGN) ein, weil sich damit auch jemand mit schlechten Absichten Zugang verschaffen könnte.

Kostenfreie Nutzung?

 Viele Kommunen vergeben das Nutzungsrecht gegen eine Sicherheit, die in der Verwaltung hinterlegt wird, erklärte Stang. Die Nutzung wäre in dem Fall kostenfrei für die Absteller. Andere Modelle sind kostenpflichtig. Wenn die Stadt für die Maßnahme einen Förderantrag bewilligt bekommt, dürfte sie für die Nutzung der Käfige vermutlich keine Gebühr verlangen, gab Erich Thies (CDU) zu bedenken.

 Außerdem müsse zunächst der Bedarf geprüft werden. Hier stellt sich die Frage, ob die komplette vorhandene Fläche vergittert wird oder nur ein Teil. Es wäre auch denkbar, an anderer Stelle in der Nähe des Bahnhofs Fahrradkäfige aufzustellen. Nicht alle Fahrradfahrer werden den Käfig benutzen wollen, sagte Imke Hennemann-Kreikenbohm (Grüne). Es müsste also nach wie vor normale Stellplätze geben. Auch Cornelia Jäger (CDU) sieht die Fahrradkäfige „eher als eine Erweiterung der bestehenden Kapazitäten“.

Verschiedene Varianten

 Es gibt also viele Konzepte zu durchdenken. Die Verwaltung wird die Möglichkeiten prüfen und dann verschiedene Varianten vorstellen. „Es ist wichtig, dass wir ein vernünftiges Konzept finden“, sagte Ralph Tegtmeier (SPD) und wünschte sich von der Verwaltung verschiedene konkrete Vorschläge.

 Um im Frühjahr 2018 einen Förderantrag stellen zu können, müssen Haushaltsgelder für die Planung und den Bau im Nachtragshaushalt 2017 eingestellt werden. 15.000 Euro wurden dafür veranschlagt. Bis auf Hennemann-Kreikenbohm folgten alle Ausschussmitglieder dem Antrag. Hennemann-Kreikenbohm sprach sich zwar grundsätzlich für die Idee aus, enthielt sich aber. Sie wollte zuerst klären, welches System eingesetzt wird, bevor die Gelder in den Nachtragshaushalt aufgenommen werden. Zudem stellte sie die Frage, wer sich um die Pflege kümmert, damit Fahrräder dort nicht ein Jahr stehen „und zum Ladenhüter werden“. göt

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