Bad Nenndorf. „Prima Räume und eine gute Anbindung“, freut sich Gründungsvater Horst Schulz (31) über das Jugendzentrum in der Kramerstraße. „Ein passender Ort für Kinder und Jugendliche“, wie er findet, „genau richtig“, um dort den „Wettstreit der Magier“ auszutragen. Damit meint er das fünfte „Eins-zu-Eins“ Turnier des Spiels „Magic Card“, zu dem er seit Oktober 2009 monatlich einladen kann.
Die eigens dafür gegründete Spielgruppe, der „Nenndorfer Magic Treff“, kommt seither 14-tägig im Jugendzentrum zusammen, um sich gemeinsam auf eben diese Turniere vorzubereiten. 19 ausschließlich männliche Teilnehmer, saßen sich deshalb fast schweigend gegenüber, um sich im körperlosen Kampf zu besiegen. Und wenn die Szenerie für den Betrachter auch ruhig und gelassen erscheinen mochte, so rangelten in den Köpfen und der lebhaften Phantasie der Spieler mächtige Zauberer miteinander.
Weltweit wird das aus Amerika stammende Strategiespiel mit den magischen Karten gern mit dem Klassiker Schach verglichen. Auf den Tischen im Jugendzentrum sah es rein optisch etwas bunter aus: Auf weichem Vlies waren Karten mit phantasievollen Motiven übersichtlich angeordnet. Aber ähnlich wie beim Schach traten hier neun Zweiergruppen gegeneinander an, um den jeweils Besten zu ermitteln.
In den Pausen gab es genügend Gesprächsstoff und DCI-Meister Schulz konnte via Computer die Spielstände auflisten. „Das ist auch ein Vorteil hier im Jugendzentrum“, freute er sich, „wir haben Computerplätze und können unsere Webseite pflegen.“ Sein Tipp für Interessierte: „Unter google einfach nenndorfer magictreff eingeben und man ist schon da.“
Schulz engagiert sich neben seiner Arbeit als Altenpfleger ehrenamtlich im Juz und gestaltet auch die Turniere zum Selbstkostenpreis. „Fünf Euro Startgebühr stecken wir komplett in die Siegertrophäen“, erklärte er und freute sich besonders darüber, dass die Arbeit der Gründungsgruppe aufgegangen sei: „Die Turniere sind gut besucht und die Leute kommen aus einen Umkreis von bis zu 50 Kilometern zu uns.“ Ohne das Jugendzentrum und die Unterstützung durch Moran Dzang, dem langjährigen Leiter, hätte die Gruppe seinerzeit nicht gegründet werden können.
Jüngstes Mitglied im Kreise der Magic-Card-Spieler ist Joshua Müller. Der 13-jährige Schüler ist darüber hinaus im Jugendrotkreuz aktiv, das ebenfalls im Jugendzentrum tagt. „Hier treffe ich mich fast täglich mit Freunden“, erklärte der jünger aussehende Joshua, „zum Billardspielen“ und auch sonst fühle er sich im Jugendzentrum wohl: „Hier können wir unter uns sein und haben immer einen Ansprechpartner.“ ems
SN-Online.de Anmeldung
