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Interessent für Gewerbefläche

Große Pläne Interessent für Gewerbefläche

Die Stadt Bad Nenndorf steht vor einer der größten Gewerbeansiedlungen, die es bislang im Schaumburger Land gegeben hat. Gemeint ist nicht etwa die ominöse Promi-Klinik, die an der B 65 entstehen soll. Diesmal geht es um das neue Gewerbegebiet Gehrenbreite.

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An der Gehrenbreite will ein Investor alle verfügbaren Gewerbeflächen kaufen.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Kommt alles so, wie es derzeit geplant ist, kauft ein Interessent die gesamte Fläche – 170 000 Quadratmeter. Dass es dazu bereits konkrete Gespräche gibt, bestätigte Stadtdirektor Mike Schmidt auf Anfrage dieser Zeitung. Allerdings dürfe er noch keine Informationen zu Branche oder gar Name des Investors herausgeben. Dies musste der Verwaltungschef dem Unternehmen vertraglich zusichern, betont er. Der Landkreis sei in die Gespräche bereits eingebunden.

Produzierendes Gewerbe

Nur so viel verrät Schmidt: Es handelt sich um produzierendes Gewerbe und um ein Unternehmen, dass derzeit noch mehrere Standorte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hat. Diese wolle es bei Bad Nenndorf bündeln. Es handele sich nicht um einen Logistiker oder um Hochregallager und auch nicht um eine stinkende Fabrik.

Schmidt formuliert es so: Gewerbe, das in den Bereich passt. Und: „Es ist nichts, was nicht mit den Vorgaben des Bebauungsplans vereinbar ist“, versichert der Stadtdirektor. Auch das Unternehmen Coca-Cola, das 2015 begonnen hat, seine Firmenstandorte in NRW und Niedersachsen neu zu ordnen, scheidet nach seinen Worten aus.

Derzeitiger Planungsstand ist, dass das unbekannte Unternehmen zunächst die Fläche zwischen Bahnlinie und der Straße Gehrenbreite besiedelt. In einem zweiten Schritt soll dasselbe mit dem Bereich zwischen Bundesstraße und Gehrenbreite passieren. 750 Arbeitsplätze entstünden dann im ersten Abschnitt, mehr als 1000 im zweiten Abschnitt. Auch viele Ausbildungsplätze werde es geben.

In zwei Jahren sollen die Bauarbeiten starten, in vier Jahren würde das Unternehmen bei Bad Nenndorf den Betrieb aufnehmen. Und schon wäre die Stadt das gerade erst ausgewiesene Gebiet los – von kleinteiliger Vermarktung, wie bisher vorgesehen, wäre keine Rede mehr.

Schmidt befürwortet Mega-Ansiedlung

Planerisch will die Stadt so vorgehen, wie sie es bei der vergleichsweise kleinen Pilzfarm tat, die einst Interesse an der Gehrenbreite bekundet hatte. Erst müsse der Investor schriftlich seine Absichten erklären, danach würde die Stadt die politischen Prozesse starten. Die Gremien hätten die Möglichkeit, die Sache abzublasen, was Schmidt aber nicht hofft. In den Gesprächen ist ihm anzumerken, dass er die Mega-Ansiedlung klar befürwortet.

Dass der Investor noch mauert, liege daran, dass die Belegschaft vor der Öffentlichkeit über die Umstrukturierung informiert werden soll. Denn eine große Zahl an Arbeitern müsste entweder umziehen oder nach neuen Jobs suchen. Im Oktober will der Investor mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit gehen, so die Marschtabelle.

Das Edeka-Zentrallager bei Lauenau ist mit 320 000 Quadratmetern die größte Gewerbeansiedlung in der Umgebung. Aber auch 170 000 Quadratmeter sind viel – das entspricht der Ausstellungsfläche des Nürnberger Messegeländes. gus

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