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Jazz und Swing zwischen Muschel und Bistro

Bad Nenndorf / Jazzfestival Jazz und Swing zwischen Muschel und Bistro

Weit mehr als 500 Musikfreunde sind am Wochenende zwischen Kurmuschel und Bistro gependelt, als das erste „Oldtime-Jazzfestival“ mit hochkarätigen Musikern aufwartete.

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Die hauseigene Energieproduktion im Blick

Trompeter am Flügelhorn: Mathias Rambach mit den “Swingin`Fireballs”.

Quelle: ems

Bad Nenndorf (ems). „Leider spielte das Wetter nicht so mit“, waren von daher die bedauernden Worte bei fast jedem der ansonsten hochzufriedenen Gäste, aus ganz Deutschland und der Schweiz. Bands wie beispielsweise die „New Orleans Feetwarmers“, haben selbst in Frankreich und den USA schon für Begeisterung gesorgt. „Im April haben wir beim French Quarter Festival in New Orleans gespielt“, gab daher „Männe“- (Manfred) Eickholt Auskunft, der bei den „Feetwarmers“ das Banjo schrammelt.

Hier wie dort sorgten die fünf Musiker mit „New Orleans und Dixieland, Ragtime und Boogie Woogie“, für beschwingte Unterhaltung, wobei die Jazzfreunde in der Kurstadt der Witterung mit Rotwein und warmer Kleidung trotzten. Nur Solopianist Simon Holliday ließ sich sonnabends für seinen zweiten Auftritt entschuldigen, „weil ihm die Finger steif gefroren sind“, wie die scherzhafte Durchsage lautete.

Das Publikum zeigte Verständnis und freute sich stattdessen über eine „Jam Session“, bei der alle Musiker der unterschiedlichen Bands gemeinsam durch die Reihen zogen. „Die Marching Band war am Besten“, so der Gute-Laune-Ruf im Publikum, und die einhellige Meinung lautete: „Jazzmusik ist live am schönsten“.

Im Kern erwiesen sich die Jazzmusiker als „witterungsbeständig“ und ließen mit humorigen Bemerkungen, klingender Klarinette und schönen Saxophontönen das Licht der Freude aus „allen Knopflöchern“ strahlen. Hobbymusiker Hermann und Bernd Wille aus Haste freuten sich außerdem über ein Wiedersehen mit Trompeter Mathias Rambach von den „Fireballs“, wobei sie zuerst auf Rambachs Ehefrau Maira nebst Tochter Anne (11) trafen, die passenderweise gleich neben den Beiden unter dem Dach stand.

„Bester Jazz der fünfziger und sechziger Jahre, wird von den „Swingin‘ Fireballs“ gespielt“, kündigte Moderator Lothar Krist die Bremer Jazzer an. Der Radio-Musikredakteur von NDR 1, war auch als Musiker aktiv, als er zum Ende des Festivals mit dem „Lothar Krist Quartett“ das Saxophon spielte. Ina und Heinrich Janssen aus Berlin-Charlottenburg, die den traditionellen Jazz lieben und besonders den der „White Eagles“, waren deshalb sogar ihrer Lieblingsband hinterher gereist und zeigten sich von dem musikalischen Groß-Ereignis mehr als angetan.

Ebenso die Gäste aus Bad Harzburg, Nienburg oder dem Kanton Wallis in der Schweiz. „Das war eine Super-Festivität“, war die einhellige Meinung und immerhin blieb es an allen drei Tagen trocken. Einheitlich auch der Wunsch aller befragten Gäste: „Möge dieses Festival der Auftakt für viele weitere sein und dann kommen wir gerne wieder.“ Und im Nachsatz: „Beim nächsten Mal bitte bei wärmeren Wetter“.

Rotwein, Pizza und Kerzenschein

Elke Dorendorf und Jörg Fischer aus Winninghausen: „Besonders die White Eagle New Orleans Band bringt Hot-Jazz, der die kalten Temperaturen vergessen lässt”.

Heiner Böhling und Margarete Schraml aus der Kurstadt: „Wir sagen Frau Busche herzlichen Glückwunsch, zu diesem großartigen Jazz-Festival und wären im nächsten Jahr gerne wieder hier”.

Jana Schmidt aus Bad Nenndorf: „Als begeisterter Jazz-Fan kann ich nur hoffen, dass das Festival im kommenden Jahr fortgesetzt wird, denn das wäre wunderbar.

Michael Herbst, Jens und Margit Gümmer aus Haste in Feierlaune: „Unterm Dach ist es so schön kuschelig und bei Rotwein im Kerzenschein genießen wir diesen Abend ganz beswingt”.

Waren zuvor im Thermalbad: Magdalene Briel aus Barsinghausen und Sophia Becker aus Apelern: „Viel zu wenig Leute heute für diese exquisite Musik”.

Hannes und Ann-Marie aus Haste: „Wir finden die Musik und auch die Pizza ganz toll und sind mit unseren Eltern schon seit heute Nachmittag hier”.

Jazz-Splitter

Seit 45 Jahren ist Felix Hartmann Jazz-Musiker. „Bereits im Alter von 15 Jahren habe ich mit dem Jazzen auf der Gitarre begonnen und spiele in Hannover mit den ,Swing Town Jazzmen‘ zusammen. Die Freude an der Musik hört einfach nicht auf, und hier in Bad Nenndorf habe ich beim ,Lulu White Salon Orchestra‘ ausgeholfen“. Ehefrau Doris teilt seine Leidenschaft zur Jazzmusik und war daher ebenso begeistert, als sie die Ankündigung für das Festival in der Kurstadt las.

Heiner Böhling und Margarete Schraml sind in Berlin und Bad Nenndorf zuhause. „Wir lieben Swing und Jazz, und haben deshalb nicht nur einen Koffer, sondern eine kleine Wohnung in Berlin, wo wir dann meist die Treptower ,Eierschale“ besuchen“. Schon in den 50er Jahren soll die damals in Dahlem gelegene „Eierschale“ weltweit als Jazzclub bekannt gewesen sein, wo Musikgrößen, wie Louis Armstrong und Ella Fitzgerald spielten. „Auch die White Eagle New Orleans Band hat Weltklasse, ebenso wie die Swingin‘ Fireballs oder Pianist Simon Holliday“.

Mein Herz gehört dem Jazz“, gibt Almut Weihe aus Seelze enthusiastisch Auskunft über ihre Bemühungen als „Fankoordinatorin“ der Szene in und um Hannover. So war sie denn auch in der Kurstadt nicht ohne Mission unterwegs. „Mein Wunsch wäre es, Frau Busche zu treffen“, so Weihe, „um beispielsweise ’mal das Salonorchester oder andere Künstler vorzuschlagen“. Sprach‘s und kam sogleich ans Ziel, denn die Organisatorin des „Oldtime-Jazzfestivals“, stand nur wenige Meter entfernt und widmete sich Weihe gern.

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