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Kalesse folgt auf Matthias

CDU-Stadtverband Bad Nenndorf Kalesse folgt auf Matthias

Der CDU-Stadtverband Bad Nenndorf hat am Freitagabend Wolfgang Kalesse zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Marlies Matthias an.

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Wolfgang Kalesse (von links) und Wilhelm Biesterfeld bedanken sich bei Marlies Matthias.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. „Heute fängt ein neuer Abschnitt an“, sagte Matthias bereits während ihrer Begrüßung. Damit nahm sie den bevorstehenden Ämterwechsel vorweg. Seit 2008 sei sie Bad Nenndorfer CDU-Chefin. Und 2016 übernahm sie die Aufgabe als Bürgermeisterin. Die damit verbundene Arbeit und jene im Rat seien die Gründe für ihren Abschied von der Spitze des Stadtverbandes.

 „Wir hatten Erfolg“, resümierte Matthias die Jahre mit ihr an der Spitze. Dem pflichtete der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann bei. Stadtdirektor Mike Schmidt bescheinigte Matthias einen gehörigen Anteil an den starken Wahlergebnissen in der Samtgemeinde Nenndorf während der vergangenen Jahre. Sie habe stets viele Helfer mobilisiert.

 Kalesse war bislang Schriftführer und sitzt auch im Stadtrat für die CDU, wo er als stellvertretender Fraktionssprecher fungiert. Vor einigen Jahren war der Christdemokrat von Hannover nach Bad Nenndorf gezogen. In der Landeshauptstadt war Kalesse ebenfalls als Lokalpolitiker aktiv gewesen. Er war einziger Kandidat für den Vorsitz. Seiner Vorgängerin attestierte Kalesse „hervorragende Arbeit“. Die Fusion der Ortsvereine Bad Nenndorf, Riepen und Waltringhausen zum jetzigen Stadtverband sei ihren Vermittlungskünsten zuzuschreiben.

Ausflüchte gesucht

Beermann kritisierte den Umgang von Teilen der CDU mit dem schwachen Bundestagswahlergebnis. Es würden vielfach Ausflüchte gesucht. Umso dankbarer sei er für das gute Ergebnis, das er persönlich eingefahren habe. Auch das Zweitstimmenergebnis seines Wahlkreises sei in puncto Verluste das drittbeste der CDU im Bundesgebiet gewesen. Er sei zuversichtlich, dass es mit der Bildung der Jamaika-Koalition in Berlin klappt.

 Beermann berichtete, dass er auch die Koalitionsverhandlungen auf Landesebene begleiten wird. Schmidt gab ihm dies mit auf den Weg: „Die Kommunen werden bei den Kosten für die Kinderbetreuung allein gelassen.“ Dies müsse aufhören, es müsse mehr Geld aus Hannover fließen. Dem ungeachtet stehen in Nenndorf „empfindliche Steuererhöhungen“ ins Haus, um den Gemeinden mehr finanziellen Spielraum zu geben. gus

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