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Kanarienvögel enden beinahe im Papierkorb

Unbekannter setzt zwei kleine Vögel aus Kanarienvögel enden beinahe im Papierkorb

Zwei kleine Kanarienvögel wären vergangene Woche beinahe versehentlich im Papierkorb gelandet und dort vermutlich verendet.

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Kanarienvögel kennt man sonst eher in der gelben „Tweety“-Färbung. Diese beiden Kerlchen, beides Jungtiere, haben ein natürliches, herbstfarbenes Federkleid.

Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Ein Unbekannter hatte die Tierchen in einem kleinen Pappkarton, wie es sie in Zoohandlungen als Transportbehälter gibt, an der Packstation hinter den Kassen im WEZ-Markt in Bad Nenndorf abgestellt und dort zurückgelassen. Nun befinden sie sich im Tierheim in Bad Nenndorf.

 WEZ-Mitarbeitern war der Karton vormittags aufgefallen, berichtet Jutta Schneider, Vorsitzende vom Tierschutzverein Rodenberg/Bad Nenndorf. Da die Vögel wohl aus Angst die ganze Zeit über keinen Mucks von sich gaben, hätten die Angestellten zunächst gedacht, jemand habe seinen Müll dort stehen gelassen, und wollten den Karton schon entsorgen. Zum Glück, so Schneider, sei ihnen dann aufgefallen, dass sich darin doch etwas rührte. Beim Öffnen des Kartons entdeckten sie schließlich die Tiere und informierten den Tierschutzverein.

 Nach den Erlebnissen waren die Vögel erst einmal sichtlich traumatisiert und „völlig am Ende“, die kleinen Transportkartons seien für die Vögel eine extreme Zumutung, wenn sie dort für längere Zeit ausharren müssten, so Schneider. In ihrem neuen „Heim“ stürzten sie sich als erstes auf Wasser und Futter. „Die waren total ausgehungert“, erinnert sie sich.

 Unklar ist, ob jemand die Kanarienvögel wirklich loswerden wollte oder sie erst gekauft und dann fahrlässig vergessen hat. Dass der Halter sich später nicht mehr gemeldet hat, spräche in Schneiders Augen nicht einmal gegen die zweite Theorie. Der Markt an Haustieren sei vollkommen übersättigt, lebende Tiere werden zu Spottpreisen verhökert und zur austauschbaren „Wegwerf“-Ware gemacht, beklagt Schneider.

 Auffällig ist jedoch, dass es vor nur wenigen Monaten zu einem ähnlichen Zwischenfall, ebenfalls im WEZ-Markt, kam. Damals war auch ein Karton mit einem Kanarienvogel dort abgestellt worden. Dieser landete jedoch nicht in der Auffangstation. Die Frau, die das Vögelchen gefunden hatte, nahm es direkt in ihre Obhut.

 Bei ausgesetzten Tieren denke man meist an bei Raststätten angebundene Hunde oder streunende Katzen.

 Gerade bei Vögeln und Kleintieren ist die Problematik nach Schneiders Erfahrung jedoch ebenfalls ausgeprägt, nur werden die Fälle seltener bekannt. Denn oft würden diese Tiere einfach in die Natur entlassen, wo sie qualvoll verhungern oder von Raubvögeln gefressen werden. kle 

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