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Katzen vor die Tür gesetzt

Bad Nenndorf Katzen vor die Tür gesetzt

In einer Nacht- und Nebelaktion hat ein Unbekannter drei Katzen vor dem Tierheim in Bad Nenndorf ausgesetzt.

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In diesen Körben wurden die Katzen vor dem Tierheim ausgesetzt.

Quelle: kle

Nenndorf/Rodenberg. Die einzige „Vorwarnung“: Der anonyme Anruf eines Mannes an einem Sonntagabend um 22.30 Uhr bei der Vorsitzenden des Tierschutzvereins, er habe zwei Katzenkörbe vor der Auffangstation abgestellt.

Bei allem Verständnis für Menschen, die ihre Haustiere aus welchen Gründen auch immer nicht mehr behalten können, – für ein solches Verhalten gibt es in den Augen der Vorsitzenden Jutta Schneider keine Entschuldigung. Der Fall wurde bereits dem Veterinäramt und der Polizei gemeldet, denn das Aussetzen von Tieren gilt als Straftat.

Zum Glück für die Katzen war Schneider trotz der späten Uhrzeit noch zu erreichen. Andernfalls hätten die Tiere im stömenden Regen die ganze Nacht dort verbringen müssen – in Körbchen, in denen sich das Wasser wie in einer Badewanne sammeln kann.

„Erst habe ich noch überlegt: Ist das jetzt ein Scherz oder Ernst?“ Denn der Anruf kam anonym, der Mann legte auch sofort wieder auf. Und alleine mitten in der Nacht zum Tierheim rauszufahren, ist etwas, das man sich dann doch zweimal überlegt, schon aus Gründen der Sicherheit. Die Sache ließ ihr jedoch keine Ruhe, also bat sie einen anderen Vereinskollegen um Unterstützung, woraufhin sie zusammen zur Auffangstation fuhren. Dort entdeckten sie zwischen Gitter und Gebüsch die zwei Katzenkörbchen.

„Die Tiere waren natürlich total verstört“, erinnert sich Schneider. Wenigstens hatte der Halter die Körbchen beschriftet: Der Kater heißt demnach wohl „Spike“, die zwei Jahre alten weiblichen Katzen „Mia“ und „Manja“. Sonst aber ist nichts über sie bekannt: Sind die drei Wohnungskatzen oder freilaufend? Sind sie geimpft oder vielleicht sogar krank? Alles Fragen, die nicht nur mehr Aufwand für die Tierschützer bedeuten, sondern vor allem großen Stress für die Tiere, die nun zunächst in der Quarantänestation unterkommen müssen.

„Es kann viele Gründe geben, warum Menschen ihre Haustiere abgeben müssen“, weiß Schneider. Geldmangel, Umzug oder Krankheit sind nur drei davon. „Doch dann sollten sie sich doch bitte rechtzeitig an den Tierschutzverein wenden“, mahnt Schneider. „Auch wenn wir nicht für jeden Fall eine Ad-hoc-Lösung haben, wir bemühen uns immer, für alle einen Weg zu finden.“

Schneider hofft nun, dass vielleicht jemand die Katzen wiedererkennt und Hinweise auf ihre Halter geben kann. „Spike“ ist weiß und grau getigert, die beiden Katzen sind schwarz-weiß gefleckt. Auffällig bei „Mia“ ist der verkürzte Schwanz, „Manja“ hatte beim Eintreffen, vermutlich durch Flohbefall, nur noch wenig Fell am Rücken.

Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon (05723) 94610 entgegen. Mehr Infos zu den „Bewohnern“ des Tierheims gibt es unter www.tierschutz-rodenberg.de. kle

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