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Kein Einzug ohne Notlichter

Flüchtlinge ziehen später in ehemalige Klinik Kein Einzug ohne Notlichter

 In der ehemaligen Bad Nenndorfer Kurklinik ist noch alles ruhig und leer. Die Ankunftszeit für die Flüchtlinge, die dort untergebracht werden sollen, hat sich noch einmal verschoben, wie der Erste Kreisrat Klaus Heimann auf Anfrage erklärt.

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Bad Nenndorf.. Die Ursache sind allerdings bauliche Gründe. Bei der letzten Abnahme war unter anderem aufgefallen, dass Notlichter fehlen. Das musste nachgeholt werden, bevor dort jemand hätte einziehen dürfen. Die früheste Ankunft der Bewohner sei damit der Gründonnerstag, ein Einzug ab kommender Woche sei aber wahrscheinlicher.

„Wir wären gerne schon so weit gewesen, dass wir die ersten beiden Stockwerke hätten belegen können“, so Heimann. Wie dringend der Landkreis nach Wohnungen sucht, ist kein Geheimnis. Und eigentlich war der erste Einzug in die Unterkunft bereits für Anfang März geplant gewesen.

Kurz zuvor hatte die Kreisverwaltung jedoch das Land Niedersachsen gebeten, drei Wochen lang keine neuen Asylbewerber nach Schaumburg zu schicken, weil keine Wohnungen mehr verfügbar waren, wodurch sich auch der Bezug in der Horster Straße noch einmal verschoben hatte. Nun kamen noch die Nachjustierungen im Bau hinzu.

Entwarnung gibt Heimann allerdings in Sachen Notunterkünfte wie Turnhallen und Co. Die Lage sei zwar sehr angespannt, mit der Fertigstellung der Ex-Klinik sei es höchste Eisenbahn. Zum Glück sei die Situation aber nicht so dramatisch, dass man selbst bei weiteren Verzögerungen auf öffentliche Hallen als Sammelunterkunft zurückgreifen müsste. Die seither angekommenen Asylbewerber seien anderweitig, entweder gleich in Wohnungen oder beispielsweise in der Herderschule, untergekommen. Trotzdem: „Jetzt wird es langsam knapp.“

Es bleibt bei dem Vorhaben, zunächst mit einer Teilbelegung auf zwei Stockwerken mit 50 bis 60 Bewohnern zu starten, ab Mai, schätzt Heimann, soll dann eine umfassendere Belegung folgen. Insgesamt wird das Gebäude Platz für 125 Geflüchtete bieten, allerdings nicht als Übergangsheim, sondern für eine längerfristige Unterbringung. Denn die interne Struktur des Gebäudes beinhaltet viele einzelne Zimmer statt großer Matratzenlager, zusätzlich wurden abschnittsweise Küchen eingebaut, damit die Bewohner sich selbst versorgen können.

Das ehemalige Pflegeheim am Harrenhorst, das als Übergangsheim die Ankommenden nur für kurze Zeit beherbergen soll, befindet sich noch im Umbau. Heimann hofft, dass die Arbeiten dort im April zum Abschluss kommen.

Für Kritik hatte die Aussage gesorgt, dass der Kreis aus Rücksicht auf einen Gastronomen den Zugang zu den Balkonen der Ex-Klinik versperrt habe (wir berichteten), da dieser negative Reaktionen seiner Kunden oder schlechte Bewertungen im Internet befürchtete. Bei der Behörde seien daraufhin einige Beschwerden über diesen Vorgang eingegangen, so Heimann. Allerdings, erklärt er, sei man überall da, wo solch große Unterkünfte entstehen, bemüht, auf die Sorgen und Wünsche der Anwohner einzugehen und Rücksicht auf die Infrastruktur zu nehmen, um das Verständnis in der Bevölkerung zu fördern. Die Fenster hätten sich recht unkompliziert auf Kippfunktion umstellen lassen, sie ließen sich also weiterhin öffnen. Da für die Bewohner so kein Nachteil entstehe, sei der Landkreis auf den Wunsch eingegangen. kle

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