Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Kein Turm für die Wehr

Antrag zurückgestellt Kein Turm für die Wehr

Den Übungsturm, den die Feuerwehr für Bad Nenndorf beantragt hat, wird es vorerst nicht geben. Der Feuerwehrausschuss hat dafür gestimmt, die Investition erst in die nächsten Haushaltsberatungen einzubeziehen. Diese beginnen im Herbst.

Voriger Artikel
Straßenbauprogramm startet 2018
Nächster Artikel
Thema Pilzfarm wohl gegessen
Quelle: Symbolfoto / dpa

Bad Nenndorf. Laut Brandschutzgesetz sind die Feuerwehren entsprechend auszustatten, dass sie unter anderem das Abseilen aus größeren Höhen üben können. Dies ist nach Worten des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters, Paul Dylla, an dem Turm des THW-Geländes in Bad Nenndorf aber nicht möglich.

Außerdem benötigt die Feuerwehr auch Trainingsmöglichkeiten, um Einsätze in Gebäuden wie Hotels und Kliniken fahren zu können, wo neuartige Techniken anzuwenden sind. „Wir brauchen dringend Möglichkeiten, um diese neuen Einsatztechniken zu üben“, so Dylla, der von „halb garen Lösungen“ abriet.

Investition verschieben

Der Ausschussvorsitzende, Rolf Stierand (CDU), erinnerte daran, dass die Forderung nach einem Turm bereits zur Zeit der Feuerwehrhausplanung geäußert worden war. Wilfried Wlotzka (SPD) wollte die 200 000-Euro-Investition aufs Jahresende verschieben, um dann zu beraten, ob im nächsten Haushalt Luft für die Erfüllung dieses Wunsches ist.

Ähnlich äußerte sich Heike Beiersdorfer (WGN), die auf die 19,4 Millionen Euro Schulden der Samtgemeinde verwies. Sie bat die Feuerwehr um Geduld, da die Kommune noch weitere Aufgaben zu schultern habe, beispielsweise die Schaffung von Krippenplätzen. Dylla verwies auf eine Warteliste beim THW, es gebe darauf zwei Jahre lang keinen Platz.

THW-Turm nicht geeignet

Beiersdorfer konterte: Warum hat die Feuerwehr sich nicht früher um Trainingstermine gekümmert? Dylla führte weiter aus, dass der THW-Turm nicht fürs Höhenabseilen zur Selbstrettung geeignet ist, weil sich die Gurte nicht entsprechend befestigen lassen. Doch Beiersdorfer blieb hartnäckig: Andere Feuerwehren üben auch beim THW, beispielsweise Stadthagen.

Werner Bövers (CDU) schlug sich auf die Seite der anderen beiden Fraktionen. Wünsche seien das eine, doch die Frage der Realisierbarkeit eine andere. Derzeit sei mit dem Gerätehausneubau bereits ein Großprojekt im Werden – das müsse vorerst genügen.

Die von Dylla ins Spiel gebrachten Übungstürme in Rinteln und im Auetal bezeichnete Bövers als nicht vergleichbar mit dem, was für die 200 000 Euro gebaut würde. Die Samtgemeinde Nenndorf müsse ein Konstrukt dieser Größenordnung nicht haben – zumindest nicht bei den hohen Schulden.

"Nice-to-have"

Jörg Wiegel, beratend für die WGN im Ausschuss und selbst Feuerwehrkommando-Mitglied, unterstrich den Nutzen eines Übungsturms, aber er bezeichnete die Sache auch als ein „Nice-to-have“, sprich: Eine Sache, die nicht zwingend notwendig ist. Horst Schlüter (SPD) regte an, einen Turm gemeinsam mit den Samtgemeinden Lindhorst und Rodenberg zu planen. Auch der Landkreis solle um einen Zuschuss gebeten werden.

Gegen eine gemeinsame Nutzung mit Feuerwehren anderer Samtgemeinden hatte Dylla nichts einzuwenden. Daher beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, eine Kooperation mit den Nachbarn in die Wege zu leiten. Einzig Heiner Wrede (Grüne) sprach sich dafür aus, den Turm jetzt zu bewilligen. Der Ausschuss votierte dafür, erst bei den Etatberatungen wieder über das Projekt zu verhandeln. gus

Ja zu Schließsystem, Nein zu Pumpe

Der Feuerwehrausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Schließanlage des Feuerwehrhausneubaus auf Kartennutzung umzustellen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 12 000 Euro. Die Vorteile sind unter anderem geringere Kosten im Verlustfall eines Schlüssels und die leichtere Öffnung aller Türen im Ernstfall.

Eine neue Pumpe lehnte das Gremium indes ab. Nach Angaben von Bauamts-Ingenieur Gregor Krumpholz will der Wasserverband Nordschaumburg nachträglich für ausreichend Hydranten im Bereich des neuen Wohngebiets Vorderes Hohefeld sorgen, sodass die zusätzliche Pumpe nicht notwendig wird. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr