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„Keine Eurokrise, sondern Schuldenkrise“

Bad Nenndorf / CDU „Keine Eurokrise, sondern Schuldenkrise“

Stabilität der Währung, Staatsverschuldung, Turbulenzen an den Finanzplätzen, Vergemeinschaftung von Schulden durch Eurobonds: Themen, die auch viele Nenndorfer Bürger beschäftigen. Einige haben die Gelegenheit genutzt, sich beim Sommerfest von CDU-Samtgemeinde- und Ortsverband im Biergarten des Parkhotels Deutsches Haus aus erster Hand zu informieren.

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Burkhard Balz (von rechts) steht Rede und Antwort, zur Freude der Gastgeber Marlies Matthias (Vorsitzende CDU-Stadtverband) und Werner Bövers (Vorsitzender CDU-Samtgemeindeverband). © tes

Bad Nenndorf (tes). Der Europaabgeordnete Burkhard Balz kam wegen eines Fernsehinterviews für „Monitor“ 40 Minuten zu spät, nahm sich jedoch viel Zeit, Fragen zu beantworten. Europapolitik sei dieser Tage angesichts brennender Finanz-Probleme der „Club Med“-Staaten wie Portugal, Spanien und Griechenland „nicht vergnügungssteuerpflichtig“. Anders sei die Lage in Irland, das über Nacht sein komplettes Bankensystem retten musste. Die Verschuldungskrise sei aber keine Währungskrise.

Der Euro habe gezeigt, dass er innen und außen wertstabil sei. „Die verprassen Milliarden – warum müssen wir kleinen Leute das finanzieren?“ Diese Frage brannte dem Publikum unter den Nägeln. Eine gemeinsame Währung bedeute eben auch, „dass man sich Probleme einhandelt, für die man nicht verantwortlich ist“, verwies Balz auf Griechenland. Er begrüße, dass am zweiten Rettungsschirm auch private Banken beteiligt werden, und äußerte sich vorsichtig optimistisch, „dass Griechenland wieder auf die Beine kommt“.

Deutschland sei unmittelbar betroffen. So sei jeder zweite Spanier unter 25 Jahren arbeitslos und hoffe auf einen Arbeitsplatz in Deutschland, was zu einem Problem für junge Deutsche werden könnte.

Als großen Erfolg wertete Balz, dass das „gute System“ von Volksbanken und Sparkassen gesetzlich verankert worden sei. Diese Geldinstitute könnten so weiterhin füreinander einstehen.

Balz, der auch zu Kreisthemen Stellung nahm, sieht keine Alternative zum „Gesamtklinikum Schaumburger Land“. Dies bedeute zwar eine längere Anfahrt für Bürger aus dem Nordkreis, biete aber höhere Qualität bei medizinischer Versorgung und bessere Wirtschaftlichkeit. „Wenn wir das Krankenhaus-Thema nicht gewuppt kriegen, ist der Kreishaushalt nicht mehr in den Griff zu kriegen.“ Auch in Bad Nenndorf gelte es, sorgsam mit den Finanzen umzugehen, warb Bürgermeisterkandidatin Marlies Matthias für eine hohe Wahlbeteiligung am 11. September.

CDU-Kreischef Klaus-Dieter Drewes erkannte an dieser Stelle Sparpotenzial: „Jedes Jahr eine Wahl, davon sind die Menschen müde.“

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