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Keine „Riesenklötze“ mehr

Angaben zu Gebäudehöhen „über Normalnull“ Keine „Riesenklötze“ mehr

Der Bauausschuss hat eine neue Regelung für die Gebäudehöhen an der Hauptstraße zwischen Kirche und Am Friedhof befürwortet. Laut dem Bebauungsplan sollen die Traufhöhen und Firsthöhen der Häuser mit Angaben „über Normalnull“ (üNN) festgelegt werden.

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Quelle: SN

Bad Nenndorf. Das Gelände hat ein Gefälle von fast 20 Metern. Daher gelten in den einzelnen Baufeldern jetzt feste First- und Traufhöhen. Die meisten Häuser dürfen Traufhöhen von gut zehn Metern haben, die Firsthöhen werden zumeist auf sechs Meter beschränkt. An einigen Stellen sind aber auch geringere Maße vorgegeben.

Die Höhenmeter-Regelung hat auch den Vorteil, dass eindeutig geklärt wird, dass benachbarte Gebäude nicht um mehr als drei Meter Höhe voneinander abweichen. Dies gibt nämlich die neue Gestaltungssatzung vor, die die Stadt auf die Reise schicken will. Wegen der Hanglage sollen nach der neuen Regelung an der Hauptstraße selbst manche mehrgeschossige Häuser nur eingeschossig wirken. Architekt Ivar Henckel sprach von vier Metern Höhe ab Straßenniveau, die sich in einigen Fällen ergeben.

Eine Regelung nach der Anzahl an Geschossen hatte sich als wenig sinnvoll erwiesen, weil auch Gebäude mit drei Etagen wegen der Hangalge als fünfgeschossig wahrgenommen wurden. Die Kelleretagen sind von der Straße aus nämlich in kompletter Höhe sichtbar. Von „Riesenklötzen“ ist hinsichtlich einiger Häuser die Rede gewesen. Und es bestand die Befürchtung, dass in den vorhandenen Lücken bald ebenso üppig dimensionierte Häuser entstehen.

Ein Investor hatte bereits eine Bauvoranfrage gestellt. Bei der Vorlage der Gestaltungssatzung im Dezember hatte deren Entwurf den Wünschen des Investors Rechnung getragen. Daraufhin regte sich im Bauausschuss Protest, weil genau dies nicht im Sinne der Politiker gewesen war.

Ralph Tegtmeier (SPD) zweifelte jetzt noch immer am Sinn, den Bebauungsplan so zu beschließen, dass direkt vor dem Bereich Immenkamp, wo nur Einfamilienhäuser stehen, groß dimensionierte Mehrfamilienhäuser zulässig werden. Tegtmeier sprach von einem „Fremdkörper“, da sich die Mehrfamilienhäuser in der Höhe an den bereits an der Hauptstraße stehenden Wohnkomplexen orientieren würden. Er plädierte für maximal eineinhalbgeschossige Bauweise vor dem Immenkamp.

Für Differenzen sorgte eine im Plan eingezeichnete Grünfläche. Diese gehört zum Gelände der Kirche. Frank Steen (WGN) wünschte sich eine Festsetzung, die zu einer Abrundung des Plangebiets führen würde, zumal sich die Grünfläche an dessen Rand befindet. „Städtebaulich brauchen wir die Grünfläche dort nicht“, so Steen. Darauf steht bereits ein kleines Gebäude.

Tegtmeier sprach sich dagegen aus, die Fläche in den Bebauungsplan als normales Grundstück einzuflechten und befürwortete eine Sonderlösung. Steens Antrag auf eine „überbaubare Fläche“ an der Stelle bekam aber die Mehrheit. gus

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