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Keine Umleitung nach Hohnhorst

Bad Nenndorf Keine Umleitung nach Hohnhorst

Der Bürgerbus Bad Nenndorf bleibt auf der Überholspur. Eine Umleitung über die Gemeinde Hohnhorst soll er aber vorerst nicht nehmen. Im siebten Jahr seines Bestehens hat der Bürgerbus 3281 Fahrgäste befördert.

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Die ehrenamtlichen Bürgerbusfahrer sitzen pro Jahr 2000 Stunden am Steuer.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. „Die Zahl belegt, dass das Angebot wahrgenommen wird“, sagte der Vorsitzende des Bus-Vereins, Bernd Reese, bei der Mitgliederversammlung. 2000 Stunden unentgeltliche Arbeit leisteten die Fahrer im zurückliegenden Betriebsjahr für den Liniendienst. Hinzu kamen 500 Stunden für administrative Arbeit.

 Auch finanziell läuft es rund. „Das Modell trägt sich, und das schon seit Jahren“, betonte Reese. Es müssten nicht wegen auftretender Probleme Zuschüsse bei der Stadt beantragt werden. Entscheidend sei der Einsatz ehrenamtlicher Fahrer. Diesen dankte Reese, der selbst am Steuer sitzt.

 Mit Blick auf Erweiterungswünsche des Streckenplans aus Hohnhorst sagte Reese, dass dort noch immer keine Fahrer zur Verfügung stehen. Und Hohnhorster Chauffeure waren als eine Grundvoraussetzung für die Ausweitung formuliert worden. Der Beitritt der Gemeinde zum Verein reiche als Gegenleistung nicht aus.

 Um den Wunsch der Hohnhorster zu erfüllen, Fahrgäste zur S-Bahn nach Haste zu bugsieren, seien extrem frühe Einsatzzeiten nötig. „Die Fahrer müssten um 6 Uhr zum Bahnhof fahren. Wer von Euch will das machen?“, fragte Herbert Kruppa die Mitglieder. Und niemand rief: „Ich.“ Ein zweites Fahrzeug wurde erneut vorgeschlagen. Im Grundsatz lautete der Konsens, dass Hohnhorster den zusätzlichen Fahraufwand leisten müssten.

 Kritik vom Seniorenbeirat, dass der Bürgerbus auch in Kombination mit dem Seniorentaxi des Landkreises nicht alle nachgefragten Fahrzeiten abdeckt, wies Reese zurück. Eine dauerhafte Haltestelle an der Bad Nenndorfer Höhe soll erst noch geprüft werden. „Alle Probleme kann der Bürgerbus nicht lösen“, so Reese.

 Ein Problem stellten derzeit die zahlreichen Baustellen in der Stadt dar, weswegen Haltestellen temporär nicht anzusteuern sind. Damit muss der Verein noch „die nächsten zwei, drei Jahre leben“, so Reese. gus

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