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Bad Nenndorf Keine weiteren Rattengift-Fälle bekannt
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Keine weiteren Rattengift-Fälle bekannt
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15:26 16.12.2012
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Bad Nenndorf (kle). Karl Meyer von der Naturgruppe Rehren hegt die Vermutung, dass das Gift in diesen beiden Fällen tatsächlich zur Rattenabwehr gedacht war und die Hunde es eher „zufällig“ aufgenommen haben. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Fall eines angeblich dritten Hundes, der an seiner Vergiftung gestorben sein soll, sich nie bestätigte. Für die Polizei jedenfalls blieb der Besitzer bislang unauffindbar.

Dass die Vergiftungen das Ergebnis einer professionellen Auslegung waren, ist jedoch nur schwer vorstellbar. Wenn in Bad Nenndorf jemand einen Rattenbefall meldet, ist für gewöhnlich die Firma Klimasch aus Hameln zuständig. Das Gift, erklärt eine Mitarbeiterin, wird dann nur auf den betreffenden Grundstücken ausgelegt oder aber in Kanälen oder Rohren, es liegt also nicht irgendwo „am Straßenrand“. „Wir sind ja auch Haus- und Wildtieren gegenüber verpflichtet.“ Zudem lege man „generell in speziellen Köderboxen aus“, die für Menschen deutlich sichtbar gekennzeichnet sind und vor dem Gift warnen. Auch müsse ein Hund schon sehr viel von diesen eher kleinen Ködern fressen, damit überhaupt etwas passiert.

Doch auch Privatleute, beispielsweise in der Landwirtschaft, können das Mittel zur Schädlingsbekämpfung nutzen. Meyer betrachtet beide Fälle als nicht unproblematisch. „So einfach ist es mit dem Gift ja gar nicht, denn nicht nur die Schadnager sterben, sondern auch die Beutegreifer wie Bussarde oder Füchse, die eine vergiftete Ratte erwischen.“ Folglich könnten auch Hunde schnell mal eine vergiftete Maus oder Ratte aufgreifen.

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