Der Teich zwischen dem E-Center und der Bahnschiene ist für Leon, Nick, Lilly, Finja, Ole und Maja ein schöner Platz zum Spielen. Sie können Frösche und Molche beobachten und schauen, wie es von Kaulquappen wimmelt. Und die Zwölfjährigen wie Leon und Nick passen auf die Kleinen wie die vierjährige Lilly auf. Normalerweise achten auch die Entenelten auf ihre Kleinen, doch am Regenrückhaltebecken ist eine tückische Falle eingebaut: das Überlaufbecken.
Das eingefasste Becken ist mit einem Rost versehen, der für die ausgewachsene Enten kein Problem darstellt, doch deren Küken sind so klein, dass sie zwischen den Gitterstäben hindurchgefallen sind und im Becken gefangen waren. Wie Ratsfrau Christel Heringslack, deren Enkel ebenfalls unter den Rettern waren, erklärt, diene das Becken als Überlauf, um den Wasserstand im Teich zu regulieren.
Die Kinder entdeckten die Entenküken, die hilflos nach ihren Eltern piepsten und holten ihre Kescher, um sie zu befreien. Doch der Rost auf dem Überlauf ist fest installiert und lässt sich keinen Deut bewegen. Also mussten die Mädchen und Jungen die Küken auf dem gleichen Weg herausholen, wie sie hineingeraten waren. „Das hat drei Stunden gedauert“, sagt Heringslack. Die Kinder hatten schon die Feuerwehr angerufen, so kompliziert gestaltete sich die Bergungsaktion. Doch der Einsatz konnte abgeblasen werden, die Kinder schafften es noch alleine.
Einen Tag zuvor seien auch Küken hineingefallen, erzählten die Spielkameraden. Damit die Entenfamilie demnächst in Ruhe Ausflüge unternehmen kann, haben die Kinder ein Netz gekauft, über das Gitter gespannt und einen Zettel geschrieben, damit niemand das Netz entfernt. Vielleicht macht Christel Heringslack demnächst ihre Stimme als Politikerin geltend, damit das Überlaufbecken eine andere Abdeckung bekommt und sich auch die Entenfamilien in Bad Nenndorf wieder sicher fühlen. bab
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