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Kita mit bis zu acht Gruppen geplant

Zwischen Baugebiet Hinteres Hohefeld und Feuerwache Kita mit bis zu acht Gruppen geplant

Das Baugebiet Hinteres Hohefeld ist zwar noch immer nicht beschlossen – an der Umsetzung zweifelt aber kaum noch jemand. Ein Indiz dafür ist, dass bereits jetzt der Bebauungsplan für den zusätzlichen Kindergarten öffentlich ausgelegt wird. Dafür soll die Kita Bahnhofstraße geschlossen werden.

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Der Kindergarten an der Bahnhofstraße soll in Kürze geschlossen werden. Eingerichtet wurden die Tagesstätte im Jahr 1999. Seit 2007 ist sie als Kneipp-Kita zertifiziert.

Quelle: gus

Bad Nenndorf (gus). Die Bauleitplanung für das Areal im Norden Bad Nenndorfs sei „kompakt“, wie es Ingenieur Matthias Reinhold formulierte. Wo jetzt noch viel Acker vorhanden ist, soll einerseits das Wohngebiet entstehen, aber auch die Feuerwehrwache und möglicherweise ein Bauhof-Neubau. Zwischen das Gelände, auf dem jetzt für die Feuerwehr gebaut wird, und das neue Wohngebiet kommt zusätzlich der neue Kindergarten Hohefeld. Dieser befände sich somit noch näher an der Kläranlage als das Baugebiet selbst, für das Politiker Geruchsbelästigungen erwarten.
Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt erklärte den Bedarf für die neue Kita mit den hohen Belegungszahlen in den jetzigen Tagesstätten. Die Grundschule benötige aber auch neue Räume, und ein Anbau wäre teuer. Was mit dem kleinen Gymnasium passiert, wenn der Anbau ans GBN fertig sei, wolle der Landkreis derzeit nicht abschätzen. Soll heißen: Ob die Grundschule Räume im kleinen Gymnasium bekommt, ist nicht absehbar.
Schließt die Stadt die Kita Bahnhofstraße, kann die Grundschule auf deren jetzige Räume zugreifen, die sich im Untergeschoss des Schulgebäudes befinden. Die zusätzliche Kita neben dem Hinteren Hohefeld würde die wegfallenden Plätze an der Bahnhofstraße aber mehr als aufwiegen. Bis zu acht Gruppen soll die Tagesstätte nach Worten Schmidts haben – an der Bahnhofstraße gibt es drei Gruppen.
Möglicherweise wird das Gesamtkontingent aber auch auf zwei Standorte aufgeteilt. Ziel ist laut Schmidt, möglichst früh in 2016 mit dem Bau zu beginnen. Daher müsse der Bebauungsplan schon jetzt auf den Weg gebracht werden – eigentlich sei die Samtgemeinde um ein halbes Jahr zu spät dran, um alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Daher wolle die Verwaltung jetzt aufs Gaspedal drücken.
Reinold stellte den B-Plan für die Kita vor, dessen öffentliche Auslegung der Bauausschuss beschloss. Frank Steen stellte infrage, ob der Kindergarten, der auf einem 8000 Quadratmeter großen Areal entstehen soll, nicht ein wenig überdimensioniert wäre. Dies verneinte Schmidt. Volker Busse (SPD) forderte, dass zumindest die Option auf eine Verbindungsstraße zwischen Entlastungsstraße und B 442 berücksichtigt wird. Dem will Reinold Rechnung tragen.

15 000 Quadratmeter Lebensraum für Lerchen

Ökologische Aspekte stehen dem Baugebiet Hinteres Hohefeld nicht im Wege. Feldhamster wurden auf dem Areal keine gefunden. Dafür jedoch Feldlerchen, die unter strengem Artenschutz stehen. Deshalb musste ein Biologe hinzugezogen werden. Dessen Vorgabe: Pro Brutpaar sind 5000 Quadratmeter neuer Lebensraum für die Vögel herzurichten. Weil es im Zielgebiet drei Paare gibt, kommen 15 000 Quadratmeter zusammen.
Um die zusätzliche Bodenversiegelung aufzuwiegen, die mit dem Hinteren Hohefeld verbunden ist, soll der jetzt in einem geraden Betonbett verlaufende Haster Bach ökologisch aufgewertet werden: Er bekommt ein neues Bett, verläuft in mehreren Windungen, und direkt daneben befinden sich weitere Wasserflächen, die auch zur Regenrückhaltung dienen. Sowohl den Ausgleich für die Lerchen als auch die Renaturierung des Haster Bachs würde als Investor die Volksbank bezahlen. 122 Grundstücke sollen im Norden der Kurstadt entstehen.

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