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Kleiner Zoo: Ein letzter Blick

Besucher bedauern Aus für Bad Nenndorfer Original Kleiner Zoo: Ein letzter Blick

Es tropft von den Bäumen. Der nebelgraue Tag passt zur Stimmung im Kleinen Zoo am Rand von Bad Nenndorf. Nach genau 52 Jahren schloss am Wochenende der Mini-Tierpark, der für inzwischen drei Generationen regelmäßiges Besuchsziel gewesen ist.

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Die Tage im gemütlichen Zuhause sind gezählt.

Quelle: nah

Bad Nenndorf.. " Also doch“, entfuhr es Nadine, die sich mit dem neun Monate alten Xaver behutsam der kleinen braunen Ziege näherte. Die 38-Jährige aus Barsinghausen hatte zwar nichts von der öffentlichen Diskussion um das Ende der Einrichtung gehört. Aber weil sie dieselbe mit ihrem Nachwuchs regelmäßig besucht, waren ihr die zunehmenden Lücken im Tierbesatz aufgefallen: „Ich hatte mir fast schon so etwas gedacht.“

Auch die achtjährige Danielle und ihre Eltern blickten ein wenig überrascht. Weil sie zum ersten Mal zum Zoo fahren wollten, hatten sie sich noch telefonisch nach den Öffnungszeiten erkundigt und dabei vom bevorstehenden Aus erfahren. „Schade“, war ihr Kommentar nach einem ersten Blick auf Waschbär und Hasen, Tauben und Enten, Ziegen und Meerschweinchen.

Das war auch schon alles, was bis zuletzt sein Dasein fristete. Etliche Tiere hatten bereits in den letzten Monaten ein neues Zuhause gefunden. Folglich wucherte der Holunder in der großen Uhu-Voliere. Und den beim Publikum beliebten Hängebauchschweinen hätten Brennnessel und anderes junge Grün wohl mächtig an den Borsten gekitzelt, wenn die behäbigen Gesellen noch bis zum Schluss da geblieben wären.

So aber hat, was mit Werner Schulz und neun Fasaneneiern begann, ein Ende gefunden. Kein fröhliches Papageiengekreisch lag mehr über dem kleinen Gelände. Nur das Eingangstürchen krachte wie eh und je laut in sein Hebelschloss. Allerdings endgültig.

„Dieses Ende tut mir sehr, sehr leid!“

Letzte Besucher erinnern sich an Zoo-Erlebnisse

Martina (33) aus Lauenau: „Ich war doch schon als Kind oft hier. Beo ‚Jakob‘ war mein Liebling. Er konnte seinen Namen sagen.“

Giorgi (22) aus Bad Nenndorf: „Wer hier wohnte, musste einfach regelmäßig in den Zoo kommen. Ich war schon mit fünf Jahren oft hier.“

Helga (70): „Dieses Ende tut mir einfach sehr, sehr leid.“

Tim (30) und Henrike (26) aus Rodenberg: „Der Besuch im Zoo ist seit sechs Jahren unser netter Sonntagszeitvertreib gewesen.“

Nadine (38) aus Barsinghausen: „Dieser Zoo ist doch ideal für kleine Kinder gewesen.“

Helene (29) aus Stadthagen: „Wisentgehege in Springe und Zoo in Hannover sind einfach zu teuer und sorgen bei kleinen Kindern nur für eine Reizüberflutung.“

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