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Köder: Hundehalter besorgt

Angst vor Gift Köder: Hundehalter besorgt

Ein Hund aus der Samtgemeinde Nenndorf, der vor vier Wochen verstorben ist, wurde möglicherweise vergiftet. Die Besitzer hatten das Tier umgehend in die Tierärztlichen Hochschule Hannover gebracht, wo ihm jedoch nicht mehr geholfen werden konnte. Es starb noch in derselben Nacht.

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Zankapfel Alter Bahndamm: Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Beschwerden über Hundekot. Hat hier jemand Giftköder ausgelegt? ar

Bad Nenndorf. In der Blutprobe der stark fiebernden Hündin war in der Klinik ein extrem niedriger Spiegel an weißen Blutkörperchen festgestellt worden. Eine Ultraschalluntersuchung ergab, dass sich Flüssigkeit im Darm befand. Bevor der Hund in der Nacht verstarb, hatte er sich noch einmal blutig übergeben.

Für Jutta Schneider, Leiterin der Tierauffangstation Rodenberg/Bad Nenndorf, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Vergiftung. „Die inneren Blutungen, hohes Fieber und der rasche Tod in Verbindung mit blutigem Übergeben sind eindeutige Vergiftungserscheinungen“, erklärt sie ihren Verdacht.

Ob es sich im Fall der verstorbenen Hündin um eine mutwillige Aktion mit ausgelegtem Köder oder eine Aufnahme beispielsweise von giftigen Pflanzen oder Stoffen aus der Umwelt handelt, ließe sich nur mit einer Sektion beantworten, erklärte Lothar Abele, Tierarzt in Pohle, gegenüber dieser Zeitung.

Wer in diesen Tagen Hundehalter auf die Problematik anspricht, sieht besorgte Gesichter. Viele haben etwas über Giftköder gehört, die jemand in der Gegend Alter Bahndamm/Kleiner Zoo oder am Gymnasium ausgelegt haben soll. Genaueres weiß keiner. Namentlich genannt werden möchte auch niemand.

In der tierärztlichen Praxis von Sandra Beisse in Bad Nenndorf hat kürzlich ein Kunde über einen Hund berichtet, der einen Giftköder am Radweg in Richtung Kraterzoo gefressen haben soll. Dieser konnte aber gerettet werden. In der Praxis Leis in Haste sind in der jüngsten Zeit ebenfalls Hunde mit Verdacht auf eine Vergiftung vorgestellt geworden.

Kreislandwirt Cord Lattwesen hält die Aufnahme von so genannten Rodentiziden, also chemischen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung, für eher unwahrscheinlich als Ursache von Vergiftungen. Rattengift werde in fertigen Köderboxen, in die nur die Nagetiere gelangen könnten, ausgelegt. Und Giftweizen, der zur Beseitigung von Mäusen eingesetzt wird, werde direkt mit einer Legeflinte in den Bau eingeführt, erklärte er. Zuvor habe jeder Landwirt die Gemeinde über einen Befall zu informieren. Dann begutachtet ein Kammerjäger den entsprechenden Hof. Über Lagepläne muss der Landwirt nachweisen können, wo Rodentizide eingesetzt worden sind.

Dem Ordnungsamt sind keine Vorfälle mit vergifteten Hunden bekannt, erklärt Martin Schmittke, Leiter des Bürgerbüros. Auch der Polizei sind keine Vergiftungen gemeldet worden, wie es auf Anfrage dieser Zeitung hieß. ar

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