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Konflikt um geplantes Gewerbegebiet

Bad Nenndorf Konflikt um geplantes Gewerbegebiet

Dass die Stadt Barsinghausen an der A2 ein weiteres Gewerbegebiet plant, stößt in Bad Nenndorf auf starke Gegenwehr. Zumal die Pläne die Verkehrssituation an der Kurstadt-Grenze weiter verschärfen könnte.

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Sieht so die Zukunft vor den Toren Bad Nenndorfs aus? Die Stadt Barsinghausen plant Gewerbeansiedlung an der A2.

Quelle: Montage: Harmening

Bad Nenndorf. Schließlich sollen die Betriebe diesseits der Autobahn, also direkt gegenüber dem Hellweg-Baumarkt, entstehen. 120.000 Quadratmeter würde das Areal umfassen und sich bis zur Straße in Richtung Mooshütte erstrecken.

Im Bad Nenndorfer Bauausschuss sprach der Waltringhäuser Architekt Ivar Henckel das Thema an. Stadtdirektor Mike Schmidt bestätigte dessen Sorge. Er werde alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um das Gewerbegebiet zu verhindern. Mit dem Landkreis habe er bereits Kontakt aufgenommen. Schließlich seien Fragen der Raumordnung zu erörtern. Sprich: Die Interessen beider Kommunen werden abgewägt.

Setzt sich Barsinghausen in dem bevorstehenden Verfahren durch, könnte die Stadt mit der Ansiedlung von Betrieben direkt vor der Bad Nenndorfer Stadtgrenze die eigenen Gewerbesteuereinnahmen erhöhen. Die negativen Auswirkungen blieben aber an der Kurstadt hängen – allen voran der zusätzliche Verkehr an dem ohnehin kniffligen Kreuzungspunkt B65/B442. Diesen Punkt strich Schmidt explizit heraus.

Bei der Kreisverwaltung hat der Vorstoß aus Barsinghausen Verwunderung ausgelöst – auch wegen der Größenordnung der Pläne. „Die Stadt Barsinghausen hat ja mehrfach Einspruch gegen Ansiedlungspläne an der Bückethaler Landwehr erhoben“, gibt der Erste Kreisrat Klaus Heimann zu bedenken. Bislang habe Barsinghausen allerdings immer den Schutz der eigenen Innenstadt ins Feld geführt. Möglicherweise bestehe genau dort sogar ein Zusammenhang, sprich: Die Pläne der Barsinghäuser könnten eine Reaktion auf das geplante Fachmarktzentrum an der Landwehr sein.

Noch sei eine Realisierung dieser Pläne nicht sicher, eine Prognose mag Heimann indes nicht abgeben. Im Beteiligungsverfahren, das die Aufstellung des obligatorischen Flächennutzungsplans mit sich bringt, werden die Bad Nenndorfer Interessen eine gewichtige Rolle spielen. Da werde es um Quellenschutz gehen und auch um Immissionswerte durch den steigenden Verkehr. Das gesamte Verfahren könne sich über Jahre hinziehen.

Schmidt ist außerdem enttäuscht, dass er über die Pläne der Nachbarstadt aus der Zeitung erfahren musste. Kurz zuvor habe er noch mit Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann zusammengesessen, um für ein harmonischeres Miteinander beider Kommunen zu werben. gus

Streit mit Vorgeschichte

Der Interessenkonflikt zwischen Barsinghausen und Bad Nenndorf geht mit dem zusätzlichen Gewerbegebiet in die nächste Runde. Seit Jahren streiten sich beide Städte um Neuansiedlungen an der Bückethaler Landwehr. Auch die Möbel-Heinrich-Expansion wurde von Barsinghäuser Seite kritisch begleitet. Kurios an der jetzigen Entwicklung ist, dass die künftige Nenndorfer Bauamtsleiterin, Annette Stang, noch bis Jahresende für Barsinghausen arbeitet und auch am aktuellen Projekt beteiligt sein dürfte. gus

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