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Kooperation zwischen Rodenberg und Nenndorf avisiert

Bad-Bus? Kooperation zwischen Rodenberg und Nenndorf avisiert

Auf die Frage, was Nenndorf fehlt, fällt häufig die Antwort „ein Freibad“. Doch Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt hat eine andere Idee: Anstatt den Plan weiterzuverfolgen, ein kostenintensives Bad zu errichten, könnten die Einwohner der Samtgemeinde in Badeanstalten der umliegenden Orte chauffiert werden. Per „Freibad-Bus“. Im Auge hatte Schmidt dabei eine Kooperation mit der Samtgemeinde Rodenberg.

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Bad Nenndorf (gus). Denn die Stadt Rodenberg wäre auch räumlich betrachtet der naheliegendste Partner. Eine andere Variante innerhalb des Landkreises wäre Lindhorst, und auch in Bokeloh und Goltern gibt es Freibäder. Doch zumindest der Rodenberg-Vorstoß ist noch nicht spruchreif.
Denn der dortige Samtgemeindebürgermeister, Georg Hudalla, hat ein substanzielles Problem erkannt: Wie soll die Verwaltung es beispielsweise Hülsedern oder Pohlern verkaufen, dass Badegäste aus Nenndorf kostenlos an die kühlenden Becken transportiert werden, während die Hülseder und Pohler, von deren Steuergeld die beiden Freibäder der Samtgemeinde mitfinanziert werden, selbst ins Auto oder aufs Fahrrad steigen sollen?
„Das ist deshalb ein ganz schwieriges Thema“, so Hudalla. An heißen Tagen wären die Rodenberger außerdem sicherlich froh, wenn ihnen nicht allzu viele zusätzliche Besucher aufs Handtuch rücken – denn die Liegewiese ist bisweilen auch ohne subventionierte Transporte aus der Nachbarkommune bereits ähnlich voll wie die Nordkurve der AWD-Arena bei Heimspielen von Hannover 96.
Das Vermittlungsproblem gegenüber den Einwohnern der kleineren Orte kann Hudallas Amtskollege in Bad Nenndorf nachvollziehen. Doch Schmidt bietet eine Gegenleistung an: Der „Freibad-Bus“ könnte im Herbst und im Winter zum „Hallenbad-Bus“ umfirmieren und die Einwohner der Samtgemeinde Rodenberg zur Schwimmhalle in Bad Nenndorf bugsieren. Zwar kann sich das Hallenbad in punkto Besucherzahlen nicht mit den Freibädern zu deren Spitzenzeiten messen, aber die Saison dauert auch erheblich länger.
Und während es den Wasserfreunden im Sommer an den meisten Tagen ohne weiters zuzumuten ist, mit dem Rad von Bad Nenndorf nach Rodenberg zu fahren, um dort zu planschen, wäre eine Bustour bei Herbststürmen und Winterfrost durchaus ein angenehmer Service. Hudalla räumt ein: „Unter der Voraussetzung könnte man darüber noch einmal reden. Aber erst nächstes Jahr“, sagt er.
Dass die beiden Verwaltungschefs im Dialog bleiben, ist anzunehmen, denn die Zusammenarbeit ist ohnedies intensiver geworden. Schmidt und Hudalla sprechen häufiger miteinander, als es ihre Amtsvorgänger Bernd Reese und Uwe Heilmann getan haben – da sind sich beide sicher.
Denn zwischen Reese und Heilmann herrschte zuletzt Eiszeit. „Wir sind deutlich näher beieinander“, betont Hudalla. „Georg und ich pflegen einen sehr guten Austausch“, ergänzt Schmidt. Dies wirkt sich möglicherweise schon in einigen Monaten in einer ersten Kooperation aus (siehe Kasten).

Länger feiern in Hannover

Eine Kooperation streben Rodenberg und Nenndorf in Sachen Nachtbus an. Ziel ist es, in den Nächten zu Sonnabend und Sonntag einen Bus einzurichten, der Fahrgäste aufnimmt, die in Wunstorf mit dem letzten Zug aus Hannover eintreffen, und sie über Kolenfeld in die Samtgemeinden Nenndorf und Rodenberg transportiert. Dies soll es Nachtschwärmern ermöglichen, in Etablissements der Landeshauptstadt ausgiebiger zu feiern. Der Nachtbus führe nach 3 Uhr in Wunstorf ab – derzeit müssen die Feiernden gegen halb eins aus Hannover zurückreisen – das genügt in der Disco gemeinhin kaum zum Warmtanzen. Derzeit wird an der Finanzierung getüftelt. Schmidt möchte wegen der Berücksichtigung Kolenfelds auch die Stadt Wunstorf beteiligen. Nicht nur als ehemaliger DJ liegt ihm das Freizeitvergnügen der Bürger am Herzen – er ist mit dem Wahlversprechen angetreten, sich für die Belange junger Menschen einzusetzen.

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