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Bad Nenndorf Kopfschütteln über anonymes Schreiben
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Kopfschütteln über anonymes Schreiben
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00:18 20.03.2019
Bad Nenndorf.

Im Rathaus macht sich wegen dieser offenkundigen Fehlinformation zu den verschiedenen Baugebieten allmählich Resignation breit – mit Sachargumenten sei in der Debatte kaum noch etwas zu erreichen, so Stadtdirektor Mike Schmidt.

Außerdem heißt es in dem Druckwerk wörtlich: „Die Hauptzufahrtsstraße im neuen Baugebiet wird aller Wahrscheinlichkeit nach parallel zum bestehenden Hohefeld verlaufen.“

Dies würde dann bedeuten, dass der Wirtschaftsweg, der neben diesem Siedlungsgebiet verläuft, in eine öffentliche Straße umgewandelt wird. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es demnächst so aussehen könnte“, heißt es in dem Flugblatt zu einer Skizze, die die entsprechende Straßenführung darstellt.

Beide Gedanken sind Schmidt zufolge schon deshalb im Wortsinn abwegig, weil erstens über Details der Bauplanung noch nie diskutiert worden ist und außerdem komplett offen ist, ob dort überhaupt ein Wohngebiet entstehen soll. Auch ein Zeitrahmen dazu existiert nicht. Denn zwei Bankhäuser würden zwar im Westen Bad Nenndorfs gern Bauland vermarkten, doch die Politik ist noch fern einer Entscheidung dazu, wo, wann und in welchem Ausmaß dies geschehen kann. Erst im Anschluss an diesen Prozess käme es überhaupt zu einer Detailplanung auch hinsichtlich der Straßenführung.

Dass die Mandatsträger im Stadtrat in einem Wohngebiet, in dem jetzt bereits über Raser geklagt wird, Durchgangsstraßen und somit noch mehr Verkehr erlauben, hält Schmidt für ausgeschlossen.

Informationsveranstaltung im Mehrgenerationenhaus "Vereinsheim"

Offenbar hat sich die Interessengruppe im Hohefeld mittlerweile auch von ihrer Linie verabschiedet, nur einen zeitlichen Aufschub für eine Bebauung in direkter Nachbarschaft zu fordern. Denn in dem Flugblatt, das ohne einen namentlich genannten Verfasser verteilt wurde, heißt es: „Nein zur Bebauung westlich vom Hohefeld.“ Als Kontaktmöglichkeit wird nur die E-Mail-Adresse hohefeld@t-online.de aufgeführt.

Bislang hatten sich die Interessengruppe – eine Bürgerinitiative war dort bislang nicht gegründet worden – und die BI Liebenswertes Bad Nenndorf darin unterschieden, dass die BI ein Neubaugebiet Westlich Peser strikt ablehnt, während die Bewohner des Hohefelds nur eine zehnjährige Baupause forderten. Hintergrund ist, dass die Hohefelder seit Jahren und auch noch aktuell Bautätigkeit auf den Grundstücken ringsherum zu ertragen haben.

Die Adressaten werden eingeladen zu einer Informationsveranstaltung am Sonnabend, 23. März, im Mehrgenerationenhaus „Vereinsheim“. Dort soll das weitere Vorgehen besprochen werden. Beginn ist um 15.30 Uhr. gus