Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bad Nenndorf Kostenfrei für Stadtvereine
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Kostenfrei für Stadtvereine
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 02.11.2013
Anzeige
Bad Nenndorf

Das Papier sieht eine kostenfreie Belegung von Räumen für Vereine und Organisationen aus Bad Nenndorf vor, Gruppen von außerhalb müssen allerdings geringe Gebühren entrichten. Dieser Punkt war zuletzt strittig gewesen.

 Drei Räume stehen zwecks Vermietung bereit, zwei davon kosten für dreistündige Nutzung zehn, bei längerer Nutzung 20 Euro. Der teurere Raum kann für 15 beziehungsweise 20 Euro belegt werden. Veranstaltungen der Stammbelegschaft – Jugendzentrum, VfL, Gesangverein und Schützenverein – über deren normalen Bedarf hinaus sind kostenfrei. Eine Kaution von 300 Euro kann zusätzlich erhoben werden, 30 Euro können fällig werden, wenn einem externen Nutzer ein Schlüssel überlassen wird.

 Ferner regelt das Papier Versicherungs- und Haftpflichtaspekte. So haftet die Stadt beispielsweise grundsätzlich für Personenschäden bei der Nutzung des Mehrgenerationenhauses. Doch die Haftpflicht erlischt bei Zusatzveranstaltungen. Die Nutzer haften wiederum bei solchen Terminen für die Unversehrtheit des Inventars im Gebäude, die Stadt übernimmt allerdings keinerlei Haftung für mitgebrachte Geräte. Das Hausrecht übt der Stadtdirektor aus, die Hausleitung entfällt aufs Jugendzentrum.

 Volker Busse (SPD) sagte, die SPD begrüße es, dass das Mehrgenerationenhaus nach jahrelanger Planung nun den Betrieb aufgenommen hat. Die Sozialdemokraten seien dafür gewesen, keine Gebühren von Bad Nenndorfer Organisationen zu kassieren. In absehbarer Zeit könne darüber noch einmal neu entschieden werden, wenn entsprechender Bedarf bestehen sollte.

 Heinrich Thies (CDU) monierte, dass im Entwurf der Nutzungsordnung noch immer Mehrgenerationenhaus steht, obwohl dies nicht der finale Name sein soll. Bürgermeisterin Gudrun Olk betonte, es handele sich um einen Arbeitstitel. Busse ergänzte: Es könne in dem Papier auch die Formulierung „Bahnhofstraße 67“ verwendet werden. Dieser Platzhalter werde dann, nach der Namensfindung, entsprechend ersetzt, ohne dass noch einmal ein Ratsbeschluss nötig wird. Die Auswertung des Namenswettbewerbs dauert noch an. 

 Michael Kosian (WGN) sagte, dass die Schlüsselkaution von 30 Euro wegen der existierenden Schließanlage zu niedrig ist, weil deutlich höhere Kosten anfallen würden, sollte jemand einen Schlüssel verlieren. Dies sei durchaus richtig, sagte Stadtdirektor Bernd Reese, doch ein höherer Betrag wäre nicht praktikabel.

 Der Rat votierte einstimmig für die Nutzungsverordnung. Diese tritt zum 1. November in Kraft. gus

Anzeige