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Kraterzoo schließt doch

Tiere abzugeben Kraterzoo schließt doch

Nun also doch: Der Kleine Zoo am Krater wird geschlossen. Am Sonntag, 18. Oktober, zieht Familie Schulz die Reißleine, weil das Ausdünnen des Tierbestands zu unerwarteten Komplikationen geführt hat.

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Die Ziegen gehören zu den letzten Zoobewohnern.

Quelle: kle

Bad Nenndorf. Zwar ist Inhaberin Lenchen Schulz zahlreiche Tiere losgeworden, doch genau dies führte zu Problemen. Zoobesucher riefen zuletzt immer häufiger beim Kreisveterinäramt an, um über verwilderte Gehege zu berichten. Und sie vermuteten, dass die Tiere verwahrlosen. Dies war zwar keineswegs der Fall, wie Veterinär Ulf Güber auf Anfrage dieser Zeitung betonte. Den noch im Zoo lebenden Tieren gehe es gut.

 Doch der Familie Schulz wurde der Trubel zu groß. Daher soll das Tiergehege nach dem 18. Oktober geschlossen werden und die dann noch verbleibenden Tiere lediglich zu Privatzwecken gehalten werden. Ein anderer Grund ist, dass Tierwirt Sandro Drechsler Ende Oktober aufhört. Dieser wird noch bis dahin mit dem von der Stadt zur Verfügung gestellten Geld bezahlt.

 Spätestens mit dem Weggang des Pflegers wäre es ohnehin schwierig geworden für Lenchen Schulz, den Park weiterhin für den Besuchsbetrieb in Schuss zu halten. Auch wenn die Exoten wie in jedem Jahr zum Herbst hin ihr Winterquartier beziehen.

 Der Bestand wird nun noch weiter ausgedünnt. Die Schafe und ein Teil der Nachtreiher übernimmt der Vogelpark Niendorf an der Ostsee. Einige weitere Nachtreiher gehen an den Affen- und Vogelpark in Eckernhagen. Ein großes Kaninchen hat sich ein Privatmann gesichert, der sich in das Tier verguckt hatte.

 Güber betont, dass er der Familie weiterhin zur Seite stehen wird. „Das Tierwohl hört für mich nicht an der Zootür auf“, sagte der Veterinär. Er kenne den Kraterzoo seit 1992.

 Insgesamt hat es das Tiergehege 52 Jahre lang gegeben. „Leicht fällt einem das ganz und gar nicht“, sagt Lenchen Schulz zur Schließung. Aber sie ist auch froh, etwas weniger Arbeit zu haben. Ihr Dank gelte der Stadt und dem Förderverein für die Unterstützung.

 Noch sind lebendige Erinnerungen zu haben: Wer Interesse hat, ein Tier aus dem Restbestand in seine Obhut zu nehmen, kann sich bis zum 18. Oktober im Zoo melden.gus

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