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Kritik am Bebauungsplan

Planungs- und Umweltausschuss diskutiert Kritik am Bebauungsplan

Bei der Diskussion um das Baugebiet Hinteres Hohefeld im Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf ist auch grundsätzliche Kritik an der Gestaltung des Areals aufgekommen.

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Konstantinos Toubekis (Grüne) kritisierte den Bebauungsplan und erntete Zuspruch von mehreren Seiten. Ob das Nein des Gremiums das Baugebiet tatsächlich verhindert, ist jedoch fraglich.

 Es handele sich nicht um ein nachhaltiges Bebauungskonzept. Mit „20 Häusern weniger“ würde das Gebiet besser aussehen. Toubekis bemängelte den Reißbrettartigen, engen Zuschnitt der Straßen und Bauplätze. Von einem „Alibi-Spielplatz“ in der Mitte sprach Wolfgang Lehrke (SPD). Der Volksbank als Anbieter der Parzellen gehe es um „kleine Grundstücke und viele Kreditnehmer“, so Toubekis.

 Manch ein Bauherr bekomme vielleicht irgendwann die Tilgung der Schulden nicht mehr „gewuppt“, manche Häuser stünden dann bald erneut zum Verkauf, oder zumindest zögen einzelne Ehepartner weg. „Schwund wird es also geben“, sagte der Rehrener Toubekis. Dies war als Seitenhieb auf das Argument gemünzt, Bad Nenndorf brauche Baugebiete, um das Bevölkerungswachstum konstant zu halten.

 Die aufkeimende Debatte über die Gestaltung des Baugebiets versuchten Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt und SPD-Ratsherr Lutz Oltrogge einzudämmen, indem sie auf die kommunalen Spielregeln verwiesen. Demnach sind Einzelheiten des Bebauungsplans Sache der Stadtgremien, während der Planungs- und Umweltausschuss ein Samtgemeindegremium ist. Dieser müsse nur über die Änderung des Flächennutzungsplans entscheiden, die nötig ist, um das Baugebiet zu ermöglichen.

 Doch Kritik an der Planung hatte es kurz zuvor auch im Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf gegeben. WGN-Politiker hatten dort ganz ähnlich argumentiert wie Toubekis. Bernd Zimmermann (WGN) bedankte sich nun explizit für dessen Beitrag. Er erinnerte daran, dass er den Begriff Baukultur bereits bei der Diskussion um das Gebiet In der Peser und auch beim Vorderen Hohefeld ins Spiel gebracht habe.

 Leider spiele bei Investoren immer die Vermarktung die erste Geige. „Dann bekommen sie keine Flächen mehr“, forderte Toubekis. So kam schließlich das Nein des Planungs- und Umweltausschusses zur Änderung am Flächennutzungsplan zustande. Nach der Sitzung bezweifelte Schmidt allerdings, dass dieses Votum ausschlaggebend sein wird. Der Samtgemeindeausschuss und der Samtgemeinderat seien anders besetzt als der Fachausschuss.

 Sollte das Baugebiet dennoch auf Ebene der Samtgemeinde scheitern, hätte dies wohl unangenehme Konsequenzen für die Stadt Bad Nenndorf. Denn diese hatte mit der Volksbank ausgehandelt, dass das Kreditinstitut den Bau eines Gehwegstücks am Horster Kreisel und einer Fußgängerampel übernimmt, wenn das Hintere Hohefeld bebaut wird. Diese Übereinkunft dürfte dann vom Tisch sein. gus

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