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Kritik an Ampel und Radfahrüberwegen

Kreuzung Gehrenbreite/B 442 Kritik an Ampel und Radfahrüberwegen

Eine kontroverse Diskussion um den Ausbau der Kreuzung Gehrenbreite/B 442 hat zu keinen Änderungen an den Plänen geführt. Die dabei geäußerten Kritikpunkte hatten Politiker der Wählergemeinschaft (WGN) angebracht – die übrigen Parteien konnten damit ebenso wenig anfangen wie die Verwaltung.

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Nach dem Kreuzungsausbau sollen Radfahrer die B 442 an beiden Seiten per Ampelschaltung über queren können.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Ralf Ottermann vom Planungsbüro Kirchner erläuterte den Ausbauplan, wonach der Wirtschaftsweg in Richtung Waltringhausen mit einem erweiterten Trichter versehen wird. Denn das Ziel ist es, den Weg irgendwann zur öffentlichen Straße zu erweitern. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr an allen vier Kreuzungspunkten. An der B 442 werden zwei Abbiegestreifen eingerichtet. Neu wird auch eine Fahrbahninsel am Ende der Straße Gehrenbreite sein.

Jede Straße bekommt ihre eigene Ampelphase. Der Radfahrverkehr auf dem Wirtschaftsweg soll mittels Induktionsschleifen weit vor der Signalanlage erfasst werden, sodass die Ampel frühzeitig auf Grün geschaltet wird. Dann sollen die Signale für Autos auf der B 442 und an der Gehrenbreite auf rot geschaltet werden. Fußgänger würden von Detektoren erfasst.

Kosian bringt Kritik vor

Michael Kosian (WGN) kritisierte den Aufwand, der am Wirtschaftsweg betrieben wird. Dort stehe nur der Bewohner des Eckgrundstücks sowie Landwirtschaftsverkehr an der Ampel. Auch die Erfassung der Radfahrer hielt er für übertrieben. Damit stand er außerhalb der WGN aber allein da. Kosian fand es darüber hinaus unglücklich, dass die gesamte restliche Kreuzung von einem einzelnen Radfahrer blockiert werden kann, der aus dem Wirtschaftsweg kommt.

Henning Dormann (WGN) unterstützte Kosians Worte mit Beispielen von Kreuzungen an der B 65. „So ist es von allen gewollt“, spielte Stadtdirektor Mike Schmidt auf eine vorgeschaltete Betrachtung durch die Verkehrskommission des Landkreises an. „Der Radfahrer muss doch dort geschützt werden“, betonte auch Ausschussvorsitzender Herbert Kruppa (SPD). Ampelschaltungen könnten zudem jederzeit geändert werden, ergänzte der Stadtdirektor.

Aufwand ist zu groß

Dass Radfahrer eine weitere Möglichkeit auf der anderen Seite der Kreuzung haben, ampelgesteuert über die B 442 zu gelangen, missfiel Kosian ebenso. „Wir machen den Radfahrern nur das Angebot“, sagte Ottermann. Der WGN-Ratsherr blieb dabei: Er hielt den Aufwand eines zusätzlichen Überwegs für Pedaleure für Verschwendung. Ottermann wies auf den Wunsch der Verkehrskommission hin, die sich diese Lösung in 2017 gewünscht habe.

Einem Radweg neben dem Wirtschaftsweg erteilte Schmidt eine Absage. Die Radwege-Benutzungspflicht entlang solcher Straßen sei abgeschafft worden. „Der Radfahrer ist auf der Straße zu führen“, zitierte Schmidt die geltende Vorschrift. Zur vermeintlichen Verschwendung sagte Schmidt, dass die Stadt nur etwa fünf Prozent der Kosten zu tragen hat.

Die SPD begrüßte den Ausbau der Kreuzung. Dem schloss sich die CDU an. SPD-Sprecher Ralf Tegtmeier mahnte aber an, die Arbeiten nicht erst nach der geplanten B 442-Sanierung (wir berichteten) zu erledigen. Der Ausschuss winkte die Pläne bei Dormanns und Kosians Gegenstimmen durch. gus

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