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Kulturforum bangt um Fortbestand

Bad Nenndorf Kulturforum bangt um Fortbestand

Dem Kulturforum Bad Nenndorf droht eine Führungskrise. Beide Vorsitzende wollen bei der Jahresversammlung am Mittwoch, 7. Juni, nicht wieder kandidieren. Andere Bewerber sind noch nicht in Sicht.

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BAD NENNDORF. Sowohl der Vorsitzende, Joachim Braun, als auch dessen Stellvertreter, Hans-Joachim Etter, geben persönliche Gründe für ihr bevorstehendes Ausscheiden aus den Führungsämtern an. In einem Schreiben an die Mitglieder bittet Braun um Hilfe bei der Suche nach potenziellen Nachfolgern, um das „wertvolle Angebot weiter zu erhalten und kontinuierlich fortzuführen“.

Von Kontinuität kann im Kulturforum in jüngerer Vergangenheit keine Rede sein. Nachdem Karl-Heinz Werner den Verein ab der Gründung 1989 bis Ende 2014 geführt hatte, übernahm Braun den Posten im Januar 2015. Bereits zu seinem Antritt hatte der Bad Nenndorfer aber erklärt, er setze auf Arbeitsgruppen, um Aufgaben möglichst breit verteilen zu können. Ein Team von etwa zehn Mitgliedern sollte die Vorstandsarbeit erledigen.

Niemand möchte antreten

Um diesen Ansatz war es bereits im Herbst 2015 geschehen, als die langjährige Geschäftsführerin, Daniela Wernicke, eine andere Arbeitsstelle antrat. Damit kam noch erheblich mehr Aufwand auf das neue Team zu. Erneut versuchten Braun und seine Mitstreiter, das Ganze auf mehrere Schultern zu verteilen. Immerhin kam kurz darauf mit Etter ein Helfer dazu. Nun wollen er und Braun nicht weitermachen. Wobei dies keine Auswirkung auf die Spielzeit 2017/18 hätte, denn deren Programm ist bereits vorbereitet, wie aus Brauns Mitgliederbrief hervorgeht – einen Vorstand braucht der Verein dennoch.

Das Kulturforum steht somit vor einem Vakuum. Die naheliegenden Kandidaten für die Amtsübernahme winken ab. Hannelore Krage zum Beispiel, die für das Theater verantwortlich zeichnet. Sie habe mit diesem Bereich genug zu tun, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. So ist es auch bereits in der Ära Werner gewesen, als mit Winfried Busse der zweite starke Mann im Verein allein den Theaterbetrieb stemmte.

Verantwortung schreckt ab

André Zimmermann, der vor kurzem zum Vorstandsteam gestoßen war, möchte zwar weiter mitarbeiten, scheut jedoch die Verantwortung, die mit dem Vorsitz verbunden wäre – schließlich habe er viele andere Tätigkeiten auszuüben. Auch Schatzmeisterin Helga Knoblauch traut sich den Chefposten nicht zu und sagt klipp und klar: Sie hat bereits genug Arbeit im Kulturforum.

Marlies Matthias, die nach Busses Abschied im Herbst 2013 zwischenzeitlich als stellvertretende Vorsitzende fungierte, scheidet automatisch aus, da sie mittlerweile Bürgermeisterin ist. Rosemarie Börner winkt schließt ein Engagement im Kulturforum ebenfalls aus.  Gus

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