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Kulturforum hofft auf Zuschuss

„Theater zum Anfassen erhalten“ Kulturforum hofft auf Zuschuss

Das Kulturforum hofft weiterhin auf die von der Politik verweigerte Erhöhung des Zuschusses um 2000 Euro. Im Gespräch mit dieser Zeitung hoben Mitglieder des Vorstands noch einmal die Bedeutung der eigenen Veranstaltungen für die Kurstadt hervor und unterstrichen, dass das zusätzliche Geld zum Decken von Mietkosten beantragt worden war.

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Das Kulturforum hat einen Zuschuss beantragt

Bad Nenndorf. Im zuständigen Fachausschuss hatte CDU-Politiker Matthias Bock die Erhöhung abgelehnt und auf die große Zahl an Vorstandsmitgliedern verwiesen, die die Arbeit für das Jahresprogramm erledigen. Zwar hatte Marlies Matthias (CDU) noch in der Sitzung betont, dass die Vorstandsarbeit und der Stadtzuschuss zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind. Das Gremium lehnte den Antrag dennoch ab.

 Schatzmeisterin Helga Knoblauch erklärte jetzt, dass der Diskussion mehr Redezeit gutgetan hätte. Das Kulturforum bekomme grundsätzlich 16000 Euro Zuschuss von der Stadt. Hinzu kommen 2000 Euro Mietzuschuss, der für die Belegung des Kurtheaters gedacht ist. Denn dort zahlt das Kulturforum pro Veranstaltung Miete. Und weil die Miete zur kommenden Spielzeit steigen soll, hat die Gruppe die Erhöhung beantragt. Doch es spielen noch andere Faktoren eine Rolle.

 Allerdings summierten sich die Mietkosten des Kulturforums in der aktuellen Spielzeit bereits auf gut 3000 Euro, wie Vorsitzender Joachim Braun vorrechnete. Auch die Gagen steigen immer weiter an. Das Kulturforum müsse ohnehin sorgfältig prüfen, welche Darsteller es sich leisten kann. Dabei ist sich die fürs Theater Verantwortliche Hannelore Krage sicher: Nur mit Qualität ist das Kurtheater auf Dauer zu füllen. Die Qualität aufrecht zu erhalten, sei ein weiterer Grund für den Antrag auf 2000 Euro mehr gewesen.

 Das Kulturforum muss derzeit ohne Geschäftsführerin auskommen, weil Daniela Wernicke aufgehört hat. Der Vorstand ist aber willens, die Arbeit Wernickes auf mehrere Schultern zu verteilen, um das Kulturprogramm in gewohnter Form anbieten zu können. Fehlt aber das ohnehin schon stets knappe Geld, kommt es wohl unweigerlich zu Abstrichen. Dies wiederum könnte zum Verlust von Mitgliedern und Theaterabonnenten führen und damit zusätzlich auf die Einnahmen drücken.

 Dabei flösse der Großteil des erhöhten Mietzuschusses in die Kasse des Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT), die wiederum eine hundertprozentige Tochter der Stadt sei. „Das ist das Prinzip linke Tasche, rechte Tasche“, so Knoblauch. Denn die Stadt zahlt den Verlustausgleich des KurT-Haushaltes. Krage fügte hinzu: Plant das Kulturforum weniger Veranstaltungen im Kurtheater, sinken auch die Einnahmen der KurT – nicht nur wegen der Miete, auch wegen der Vorverkaufsgebühren.

 „Wir wollen das Theater zum Anfassen erhalten“, betont Krage. Daher hofft das Kulturforum, dass die Politiker die 2000 Euro doch noch gewähren. Auch gegen eine engere Kooperation mit der KurT hätte der Vorstand nichts einzuwenden. gus

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