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Kurtheater wird 2014 saniert

Bad Nenndorf / Zuschüsse Kurtheater wird 2014 saniert

Neun Monate lang ist 2013 für das Bad Nenndorfer Kurtheater ein Sabbatjahr gewesen, doch im letzten Viertel überschlagen sich die Ereignisse geradezu: Zunächst wurde die Neueröffnung gefeiert, dann begann die Sanierung der Schaukästen, und nun hat es auch noch einen Zuschuss aus dem Leader-Programm gegeben, sodass die energetische Sanierung des Gebäudes starten kann.

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Die Schaukästen am Kurtheater sind bereits fertig.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Das Geld stammt nach Worten von Bad Nenndorfs Amtsleiter Zentrale Dienste, Heinrich Bremer, aus nicht ausgeschöpften Leader-Budgets, die quasi in die Obhut des Landkreises zurückgegeben wurden. Die Kommunen konnten sich erneut darum bewerben, Bad Nenndorf griff zu und bekam den Zuschlag, sodass im Frühjahr 2014 die Sanierung des Kurtheaters anlaufen soll.

 Die Kosten belaufen sich auf stattliche 370000 Euro, eine Summe, die die Stadt angesichts der verbliebenen Sanierungsprojekte – Bahnhofstraße, Horster Straße/Hauptstraße, Kurhaus, Rathaus – nicht aus der Portokasse berappt. Doch weil auch das Kurtheater zu den Gebäuden gehört, die bei der Teilkommunalisierung des Staatsbads in Bad Nenndorfer Besitz übergegangen waren, bezahlt das Land Niedersachsen auch dafür die Dachsanierung. Das Gebäude ist mit asbesthaltigem Material eingedeckt.

 So war es vertraglich geregelt, und wie beim Kolonnadengebäude, der Wandelhalle und dem Schlösschen fließt eine erkleckliche Summe an die Kurstadt: 210000 Euro sind es diesmal nach Bremers Angaben. Damit wird das asbesthaltige Material abgetragen und entsorgt, und es werden neue Schindeln aufgetragen.

 Den Rest der Kosten muss Bad Nenndorf nun aber auch nicht mehr allein schultern, da aus dem Leaderprogramm 34000 Euro ins Kurtheater „fließen“ sollen. Wie es die Vorgaben der Leader-Förderung wollen, beteiligt sich auch der Landkreis, Bremer rechnet mit etwa 15000 Euro, sodass an der Kurstadt rund 110000 Euro hängen bleiben.

 Dafür bekommt das Kurtheater mehr als ein asbestfreies Dach. Eine Dämmung soll oberhalb der Saaldecke eingezogen werden, es kommt frische Farbe auf die Fassade, die Heizung wird modernisiert, und auch die Fenster werden thermisch optimiert. Allerdings muss die Stadt dabei – wie auch beim Anstrich – Aspekte des Denkmalschutzes beachten, sodass erneut Holzfenster eingesetzt werden. Mit der Denkmalpflege wird Bremer zufolge während der Umsetzung kommuniziert.

 Das Geld wird in den Haushalt für 2014 eingestellt. Damit die Ausschreibung der Arbeiten schon jetzt veröffentlicht werden kann, formulierte der Verwaltungsausschuss eine Verpflichtungsermächtigung. Die Verwaltung kann den Auftrag also in Abstimmung mit der Politik bereits vor der Verabschiedung des Etats vergeben.

Verzögerungen wegen Verzinkung

Die Schaukastensanierung sollte eigentlich zur Neueröffnung der Kurlichtspiele längst umgesetzt worden sein. Bereits im Mai war der Auftrag dazu vergeben worden. Doch die Arbeiten starteten erst wenige Tage nach der ersten Kinovorstellung – was wie ein Schildbürgerstreich anmutet, ist unglücklichen Umständen geschuldet. Ein beauftragtes Unternehmen kam mit der Feuerverzinkung der Schaukästen nicht voran, auch bei der Lackierung gab es Probleme. Die Arbeiten an den Schaukästen sind ebenfalls mit der Denkmalpflege abzustimmen gewesen. Jetzt stehen sie, die Kino- und Theater-Aushänge.
Und auch am Kolonnadengebäude soll das Gerüst zum Ende dieser Woche verschwinden. Die Arbeiten an dem Haus dauern insgesamt wohl noch bis Mitte Oktober.  gus

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