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Land dreht Hahn allmählich zu

Bad Nenndorf / Kurbetriebe Land dreht Hahn allmählich zu

Der Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Bad Nenndorf befasst sich in seiner Sitzung heute, Dienstag, ab 19 Uhr im Rathaus unter anderem mit dem Jahresabschluss der Kurbetriebe für 2013.

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Die Fontänen im Kurpark sprudeln – anders als die Zuwendungen vom Land.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Grundlage ist ein Bericht der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Wibera, die die Zahlen geprüft und bewertet hat. Demnach hat sich die finanzielle Situation erheblich verschlechtert.

 In dem Betrieb gewerblicher Art (BgA) sind Einnahmen und Aufwendungen aus den Gebäuden und Liegenschaften der Kuranlagen zusammengefasst. Dazu gehören das Kurhaus, die Wandelhalle, das Landgrafenhaus, das Schlösschen, das Kurtheater, das Kolonnadenhaus, das Haus Kassel und einige kleinere Gebäude im Kurpark sowie der Park selbst.

 Seit Jahren verbucht die Stadt ein Minus bei den BgA Kurbetrieben, doch so groß wie in 2013 ist es bislang nie gewesen. Der Jahresverlust beträgt laut Wibera-Bericht 385000 Euro. In 2012 waren es noch 113.000 Euro gewesen. „Das Jahresergebnis zeigt sich somit gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert“, konstatieren die Verfasser des Jahresberichts.

 Das Resultat kommt aber keineswegs überraschend. Denn Vertreter aus Politik und Verwaltung hatten bereits darauf hingewiesen, dass der Zuschuss des Landes Niedersachsen für 2013 gegenüber den Vorjahren drastisch schrumpfen würde. Statt 800000 Euro überwies das Land nur noch 500.000 Euro nach Bad Nenndorf.

 Und dieser Wert wird noch kleiner. Zwar bleibt es bis 2016 vorerst bei 500.000 Euro per anno, anschließend zahlt das Land aber nur noch 400.000 Euro, bis irgendwann überhaupt kein Zuschuss mehr an die Kurstadt fließt. Diese Zahlen waren im Jahr 2005 im Vertrag zur Teilkommunalisierung des Staatsbads vereinbart worden (siehe Kasten).

 Angesichts der gegenüber 2012 niedrigeren Zuweisung des Landes ist das Ergebnis des BgA-Wirtschaftsberichtes fast noch erfreulich, denn das Defizit wuchs nicht proportional zum geringeren Zuschuss. Und die übrigen Erträge – beispielsweise aus Mieten sowie Kur- und Fremdenverkehrsbeiträgen – sanken in 2013 ebenfalls um 50.000 Euro.

 Dies lässt den bereits eingeschlagenen Sparkurs erkennen: Die Stadtverwaltung hat die Materialaufwendungen von 1,52 auf knapp 1,47 Millionen Euro reduziert. Darin enthalten sind knapp 1,21 Millionen Euro an Zuweisungen an die Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT), der damit rund 70.000 Euro weniger berechnet wurde. Im Jahr 2012 hatte die KurT noch 1,28 Millionen Euro erhalten.

 Abgesehen von Sparbemühungen hat die Stadt bereits an den Hebesätzen für Fremdenverkehrs- und Kurbeiträge geschraubt. Dennoch dürften die neuen finanziellen Verhältnisse der Kurbetriebe bei den Haushaltsberatungen im Herbst eine Rolle spielen. Denn angesichts der immer weiter abnehmenden Landeszuweisungen braucht die Stadt entweder mehr Einnahmen aus anderen Quellen oder noch geringere Ausgaben für die Kurbetriebe.    gus

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