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Leck in Kurpark-Heizung gefunden

Bad Nenndorf Leck in Kurpark-Heizung gefunden

Das Rätsel um die defekte Heizung im Kurhaus ist gelöst: Ein Ortungsteam hat das Leck entdeckt, aus dem die 40000 Liter Wasser entwichen sind, die zum Ausfall der Anlage geführt hatten. Die Heizung soll nun wie geplant für 30.000 Euro repariert werden.

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Bad Nenndorf. In einem Gespräch mit den Fraktionsleitern des Rates haben Mitarbeiter von Verwaltung und beteiligten Unternehmen über die neue Entwicklung unterrichtet und auch die Vermutung entkräftet, dass die Kesselleistung der Grund für den Ausfall der Heizanlage gewesen sein könnte.

Demnach ist vielmehr folgendes passiert: Ein Korrosionsschaden hat zu einem kleinen Loch in einer der Leitungen geführt, aus dem pro Stunde knapp acht Liter Wasser ausgedrungen sind. Die Nachspeiseautomatik hat dieses Wasser peu á peu ersetzt. Sie war aber nur für das Entkalken von 500 Litern Wasser ausgelegt, sodass die übrige nachgespeiste Menge zu viel Kalk in das System spülte. Daraufhin sind die beiden Heizkessel ausgefallen. Versickert ist das Wasser ins Erdreich. Denn unter dem Kurhaus verlaufen sehr wohl Leitungen.

Jetzt haben sich Planer und Heizungsbauer zusätzlich zur Reparatur auch zu einem Systemwechsel entschieden. Das Wasser, das in den Heizkörpern fließt, kommt fortan gar nicht mehr in Berührung mit den Kesseln. Diese haben ihren eigenen Wasserkreislauf – die Wärme wird über einen Wärmetauscher übertragen. Gibt es also erneut einen Rohrbruch, könnte zwar wieder ein Wasserverlust auftreten, der von der Nachspeiseautomatik ausgeglichen wird, doch dann ginge die Anlage nicht gleich wieder kaputt.

Der finanzielle Schaden durch den Wasserverlust war ohnehin gering, Stadtdirektor Mike Schmidt sprach von maximal 100 Euro. Und diese Summe wird von der Versicherung getragen. Dennoch sind die 30.000 Euro Reparaturkosten für die Stadt ärgerlich. Schmidt betont aber, dass den Mietern in keiner Weise ein finanzieller Nachteil entstanden ist.

Übrigens auch nicht wegen der Leistung der Heizkessel. Diese wurde beim Einbau der jetzigen Anlage vor fünf Jahren bereits von 1000 auf 580 Kilowatt reduziert. Und dies sei kein überhöhter Wert. Die von den Kritikern genannten 80 Watt pro Quadratmeter beheizter Fläche gelten für Einfamilienhäuser. Bei Gewerbeimmobilien müssten ganz andere Rechnungen angestellt werden. gus

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