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Lesung „Reichtum aus der Fremde“

Bad Nenndorf Lesung „Reichtum aus der Fremde“

Unter dem Motto „Reichtum aus der Fremde“ hatte das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ zu einer Lesung mit Hanna und Rosa Legatis im kleinen Saal der Wandelhalle eingeladen.

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Hanna (links) und Rosa Legatis präsentieren bewegende und aufwühlende Texte und Gedichte zum Thema „Reichtum aus der Fremde“.

Quelle: ar

Bad Nenndorf. Die beiden trugen den rund 80 Gästen kritische und emotionale Texte und Gedichte über Krieg, Vertreibung und Flucht vor.

Thomas Winkler, der die Veranstaltung organisiert hatte, begrüßte die Besucher mit den Worten: „Wir möchten eine Willkommenskultur entwickeln, die den Menschen die Möglichkeit bietet, eine humane Lebensperspektive zu finden.“ Hanna Legatis, Journalistin und Schauspielerin, betonte, die Texte seien ein Angebot, das Herz für geistigen und kulturellen Reichtum zu öffnen.

Rosa Legatis ist freie Journalistin und Pressesprecherin des SPD-Landesverbandes. Begleitet wurden die beiden von Jens Lichtenberg und Manuel Hoge, die musikalisch die unterschiedlichen Emotionen wie Trauer, Drama oder Hoffnung inszenierten.

Im ersten Teil der Lesung trugen die beiden Journalistinnen zunächst Gedichte eines syrischen Schriftstellers vor, der selbst „die Nummer 13“ in einem Gefängnis war und aus diesem Grund keine Überschriften, sondern Nummern für seine Texte wählte. Gedanken und Gefühle über Folter und Gott hielt der Mann auf Zigarettenpapier fest.

Es folgten Gedichte von Vertriebenen und Flüchtlingen zum Thema Abschied, Heimat und Umgang mit den unterschiedlichen Kulturen, die aufeinanderprallen. Auch Heinrich Heine, der im Exil seine „Nachtgedanken“ schrieb, kam in diesem Abschnitt zum Tragen. Kritische und bewegende Texte von Gabriele Del Grande, Hilde Domin und Luc Degla beeindruckten die Zuhörer ebenfalls sehr.

Mit den Worten eines unbekannten Dichters verabschiedete sich das Duo von den Gästen („Wenn die Sonne sich nach dem Untergang sehnt, versuche nichts weniger als das Unmögliche!“) und ließ ein sichtlich bewegtes Publikum die Schlussmusik zum Thema Hoffnung vernehmen. ar

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