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Lidl-Neubau bei Drei Steine

Pläne in Bad Nenndorf Lidl-Neubau bei Drei Steine

Nun also doch: Der Discounter Lidl soll auf die Wiese an der Kreuzung Drei Steine ziehen. Diese Option weiterzuverfolgen, ist zumindest Beschlusslage im Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Bad Nenndorf gewesen.

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Bald soll ein Lidl-Markt auf der Wiese bei Drei Steine stehen. Ein Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest.

Bad Nenndorf. Entsprechende Informationen bestätigte Stadtdirektor Mike Schmidt auf Anfrage dieser Zeitung. Doch der Plan geht offenbar über die schiere Ansiedlung einer Lidl-Filiale deutlich hinaus. Auch ein Markt der Drogeriekette dm und der Fahrradhändler Deister-Bike könnten an der Stelle ansässig werden. Interesse hätten zudem der Mode-Discounter Kik und der Getränkehandel „Hol ab“.

 All dies sind Teile eines Gesamtkonzepts, das für die Kurstadt die Ideallösung darstellen soll. Denn Lidl bevorzugt den Standort Drei Steine. Die Alternative Bückethaler Landwehr ist Schmidt zufolge nicht im Interesse der Stadt, weil dort bereits die Expansionen des E-Centers und des Aldi-Marktes bevorstehen. Hinzu kommt das geplante Fachmarktzentrum. An den stadteigenen Flächen an der westlichen Entlastungsstraße will Lidl nicht neu bauen.

 Gegen diese Option spricht aber auch der Wunsch der Stadt, Deister-Bike halten zu wollen. Der Fahrradhandel samt Werkstatt sei wegen der Aldi-Expansion zum Auszug aus den jetzigen Räumen gezwungen. Und an die westliche Entlastungsstraße will das Unternehmen nicht ziehen. Mit Drei Steine – immerhin zwischen Bad Nenndorf und Rodenberg, den Wurzeln des Geschäfts, gelegen – könnte man sich bei Deister-Bike aber offenbar anfreunden. Noch sei zwar nichts unterschrieben, weil die Planung erst beginne, aber: „Es ist der einzige Standort in Bad Nenndorf, der für uns infrage kommt“, teilte das Unternehmen mit. Auch Schmidt verweist darauf, dass jetzt erst die eigentliche Planung beginnt.

 Den Modeladen Kik und den Getränkehandel von der Gehrenbreite mit nach Drei Steine zu nehmen, wäre konform mit den Vorhaben der Stadt, in dem Gewerbegebiet den Einzelhandel abzuschaffen. Ohne Lidl dürften beide Geschäfte auch kein nennenswertes Interesse am Erhalt der Filialen in der Gehrenbreite haben. Später in den jetzigen Lidl einzuziehen, hat Deister-Bike Schmidt zufolge abgelehnt.

 Der Stadtdirektor macht keinen Hehl daraus, dass er die an Drei Steine möglicherweise neu entstehende Einkaufsfläche – die Größe soll etwa 2,5 Hektar umfassen – im Zusammenhang mit dem B65-Ausbau sieht. Auch jenseits der B442 könne zwischen der jetzigen und der neuen B65-Trasse etwas Neues entstehen. Unter Umständen auch ein Wohngebiet.

 Die avisierten Veränderungen am Harms-Gelände fallen laut Schmidt aus diesem Kontext aber ebenso heraus wie die Entwicklung um den Kraterzoo (siehe Bericht). Die Lidl-Planung macht auch ausdrücklich Halt an der Grenze zum Krater-Wäldchen. Dort, so Schmidt, könne allein schon wegen des Naturdenkmals keine industrielle Bebauung geplant werden. Die Wiese zwischen Krater und B442 gehört der Stadt, so Schmidt.

 Neu ist die Drei-Steine-Option nicht. Im Januar 2014 hatte der VA bereits einmal gegen einen Discounter und eine Drogerie an der Stelle votiert. Seinerzeit war unter anderem vor möglichen Verwerfungen im Untergrund gewarnt worden. Schmidt sagte, davon sei jetzt keine Rede gewesen.

gus

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