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Lüfter um neun Meter zu nah an Häusern

Geprüft und für zu laut befunden Lüfter um neun Meter zu nah an Häusern

 Um satte neun Meter hat sich der Planer der Lüftungsanlage am Bad Nenndorfer Rewe-Markt vertan. Dies ergab eine Anfrage beim Landkreis. Demnach können die Anlieger der Kampstraße auf ruhigere Zeiten hoffen.

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Der Lüfter steht um neun Meter zu nah an den Wohnhäusern.gus

Bad Nenndorf (gus).  Im Herbst vergangenen Jahres hatten Anwohner der Straße über die Lautstärke der Ventilatoren geklagt, die nahezu pausenlos in Betrieb sind und sogar noch bei geschlossenen Fenstern in manchen Wohnungen zu hören sind. Zu Recht, wie sich nun herausgestellt hat.

 Denn der Landkreis hat in seiner Funktion als untere Emissionsschutzbehörde nachgeprüft und herausgefunden, dass die Anlage Lärm oberhalb der zulässigen Grenzwerte erzeugt.

 Nach Worten von Bauamtsleiter Fritz Klebe sind diese Grenzen nicht einmal sonderlich niedrig, da es sich um ein Mischgebiet mit Wohnungen und Gewerbe handelt. Dort müssen die Anlieger beispielsweise Lärm hinnehmen, der etwa beim Beliefern von Betrieben aufkommt. Dennoch besteht aus Sicht des Landkreises, dem fünf Anliegerbeschwerden vorliegen, kein Zweifel an der Unzulässigkeit der Lüfter-Lautstärke.

 In der sogenannten Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (kurz: TA Lärm) sind die zulässigen Werte enthalten. Außerdem gibt es eine Liste mit Lärmwerten für technische Geräte wie Entlüftungsanlagen. In dieser Liste hat der Kreis den von der Part AG, die das Gebäude errichten ließ und nun vermietet, ausgewählten Lüfter gefunden. Der dort aufgeführte Emissionswert wurde bei der Prüfung jedoch mit einem Aufschlag versehen, weil sich hinter der Anlage eine Wand befindet, die den Schall verstärkt, wie Klebe erläutert.

 Der Baudezernent vermutet, dass eben dieser Faktor bei der Planung nicht berücksichtigt wurde. „Das kann schon mal passieren“, meint Klebe. Im Ergebnis bedeutet dies aber, dass der Lüfter um knapp neun Meter zu nah an den Wohngebäuden der näheren Umgebung steht. Dies sei der Part AG mitgeteilt worden. Diese hat Klebe zufolge den TÜV eingeschaltet, der nun eine Lösung erarbeiten soll. Auf dessen Vorschläge wartet der Landkreis – bis zum 21. Januar dauert die dafür eingeräumte Frist.

 Klebe ist zuversichtlich, dass der jetzige Zustand nicht mehr allzu lange andauert, wobei der Baufachmann auch einräumt, dass wohl nicht binnen weniger Wochen mit Abhilfe zu rechnen ist. Sobald die TÜV-Stellungnahme vorliegt, wird eine Anhörung terminiert. Die Anlieger hatten eine Einhausung, sprich: eine Hülle, für den Lüfter gefordert. Möglich ist auch, dass das Gerät versetzt wird.

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