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Mehr Gewerbe für Bad Nenndorfs Zukunft

Erweiterung des Gewerbegebiets „Gehrenbreite“ Mehr Gewerbe für Bad Nenndorfs Zukunft

Die Erweiterung des Gewerbegebiets „Gehrenbreite“ ist einen Schritt weiter. Der Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Nenndorf hat bei einer Gegenstimme die dafür nötige 21. Änderung am Flächennutzungsplan auf den Weg gebracht. In dem Gebiet soll eine  Pilzzucht entstehen (wir berichteten).

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„Sünden“ wie die großflächige Photovoltaikanlage sollen sich nicht wiederholen.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Die gesamte freie Fläche zwischen der Bundesstraße 442, den Bahngleisen und dem Büntegraben soll für gewerbliche Nutzung eingestuft werden. Entlang den Schienen und der Bundesstraße ist ein bepflanzter Wall geplant, um das Areal abzugrenzen. Für die Pilzzucht ist ein Bereich zwischen der Straße Gehrenbreite und der Bahntrasse vorgesehen.

 Landschaftsarchitekt Gerd Borstelmann vom Büro von Luckwald hob hervor, dass die Gestaltung der Kreuzung Gehrenbreite/B442 besonders zu beachten ist. Dazu sei momentan ein Verkehrsgutachten in Planung. An der Stelle plant die Stadt Bad Nenndorf eine Bedarfsampel für Fußgänger.

 Auch für die Pilzzucht werde ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, welche Geruchsemissionen zu erwarten sind. Borstelmann zufolge ist nicht mit Geruchsbelästigung wie bei einer Champignonzucht zu rechnen.

 Auf Nachfrage Heiner Wredes (Grüne) bestätigte Borstelmann, dass das Gewerbegebiet auf derzeit fruchtbaren Ackerflächen mit hoher Wertigkeit entstehen würde. Wolfgang Lehrke (SPD) kritisierte das Vorhaben, gleich 18 Hektar guten Ackerlandes zu versiegeln. „Ich habe da große Bauchschmerzen“, sagte der Sozialdemokrat. Dem schloss sich Bernd Zimmermann (WGN) auch mit Verweis auf das Baugebiet Hinteres Hohefeld hin.

 Stadtdirektor Mike Schmidt entgegnete, dass zusätzliche Gewerbeansiedlung wichtig für die Zukunftssicherung der Stadt Bad Nenndorf ist. Dies sei jahrelang von der Stadt versäumt worden, betonte Schmidt. Werner Bövers (CDU) erinnerte zudem an den Metallbaubetrieb aus der Gehrenbreite, der nach Stadthagen abgewandert sei, weil die alte Verwaltungsspitze ihm keine Expansionsflächen zur Verfügung stellen konnte. Mit dem Betreiber der Pilzzucht steht die Verwaltung laut Schmidt bereits in notariellen Verhandlungen.

 Horst Schlüter (SPD) sprach die großflächige Photovoltaikanlage oberhalb des Lidl-Marktes an und wollte wissen, ob Vergleichbares auch jetzt wieder geplant ist. Schmidt: „Die Sünden der Vergangenheit werden nicht wiederholt. Solaranlagen gehören nicht auf Ackerböden.“

 Die Größenordnung der Expansionsfläche gefiel Bövers, weil nicht zu erwarten sei, dass nun alle paar Jahre neue Gewerbeflächen hinzukommen. Allerdings sprachen sich Schlüter und Cord Lattwesen (CDU) dafür aus, die nötigen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen nicht auf der Expansionsfläche sondern auf weniger wertvollem Ackerland vorzunehmen. Denn dann sei mehr Platz für Betriebe, ohne dass anderswo Gewerbefläche ausgewiesen werden muss.

 „Man muss auch mal an den Haushalt denken“, betonte Bövers. Ziel müsse es sein, Gewerbe an Land zu ziehen. Pensionen, wie zu Zeiten des florierenden Kurbetriebs, das sei „Schnee von gestern.“ Ralph Tegtmeier (SPD) pflichtete bei: Es handle sich lediglich um eine Arrondierung des bestehenden Gewerbegebiets. Diese Aussagen bezeichnete Lehrke als „Schönrednerei“. Der Ausschuss stimmte gegen seine Stimme für die öffentliche Auslegung der Expansionspläne. gus

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