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Mehr Umweltschutz wagen

Ausschuss tagt Mehr Umweltschutz wagen

Wenn der Umweltausschuss am Dienstag, 10. Januar, im Rathaus Bad Nenndorf tagt, könnten dessen Mitglieder die Weichen für eine grundlegende Neuausrichtung im Bereich Umweltschutz stellen. Hintergrund ist ein Antrag des Vorsitzenden, Bernd Zimmermann (WGN).

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Quelle: pr.

Bad Nenndorf. Dieser will eine zusätzliche Kraft einstellen lassen, die sich vor allem um den Bereich der Ausgleichsmaßnahmen kümmert. Dieser Sektor ist so etwas wie das Stiefkind der Samtgemeinde Nenndorf, wobei sich viele Kommunen in der Umgebung damit schwertun. Denn es handelt sich um eine wenig publikumswirksame Pflicht. Einfach formuliert, muss jedes Bauvorhaben, bei dem Boden versiegelt und natürliche Fläche vernichtet wird, ökologisch ausgeglichen werden. Dies geschieht, indem beispielsweise Bäume und Sträucher gepflanzt oder Gewässer aufgewertet werden.

Bei kommunalen Bauvorhaben müssen die Gemeinden selbst tätig werden. Private Investoren können die Gemeinden entweder vertraglich damit betrauen oder den Ausgleich selbst in Auftrag geben. Grundsätzlich überprüft die untere Naturschutzbehörde beim Landkreis, ob die Pflichten erledigt werden.

Zimmermann sieht fachliche Defezite

In der Vergangenheit hat es mehrfach Verzögerungen gegeben, sodass Ausgleichsmaßnahmen erst Jahre nach den baulichen Eingriffen in die Natur umgesetzt wurden. Zimmermann glaubt, dass das Bauamt personell nicht ausreichend ausgestattet ist, um sich dem Thema zufriedenstellend widmen zu können. Auch fachlich sieht er Defizite. „Fragen aus der Politik und von den Bürgern zu den Themen Umweltschutz, Artenschutz, Klima und Energieeffizienz sind ohne fachliche Qualifikation kaum mehr zu beantworten“, heißt es in seinem Antrag.

Daher möchte er eine zusätzliche Kraft einstellen, die sich ausschließlich mit dem Bereich Umweltschutz befasst. Jährlich würde dies zusätzliche laufende Kosten von etwa 60000 Euro verursachen, wenn die Zusatzkraft eine volle Stelle erhalten sollte. Zwar wäre die Besetzung Sache der Samtgemeinde, doch Zimmermann möchte dazu auch ein Ja des Stadtrates Bad Nenndorf herbeiführen, da die Kurstadt erfahrungsgemäß den größten Teil der Ausgleichsmaßnahmen zu verantworten hat.

Pläne zurückgestellt

Dass der Antrag ernst genommen wird und durchaus Chancen hat, befürwortet zu werden, zeichnete sich bei den Dezember-Sitzungen bereits an. Die Verwaltung erklärte, dass die Pläne für die nachträglichen Ausgleichsmaßnahmen bei Drei Steine zurückgestellt wurden, bis der Zimmermann-Antrag beraten wurde. Auch die Gruppe SPD/Linke zog einen Antrag vorerst zurück, wonach sie von einem Dienstleister einen Plan für den Erhalt der Artenvielfalt erstellen lassen will.

Ein ähnliches Ansinnen wie Zimmermann haben die Grünen mit ihrem ebenfalls am 10. Januar zu behandelnden Antrag auf Einführung eines Kompensationskatasters. Kompensation ist ein anderer Begriff für Ausgleich. Ein solches Verzeichnis war im Umweltausschuss schon mehrfach angeregt worden, doch das Bauamt hatte dafür nicht ausreichend zeitliche Kapazitäten.  gus

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