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Milan kontra Windkraft

Änderung des Flächennutzungsplans Milan kontra Windkraft

Der Samtgemeinderat Nenndorf hat am Donnerstagabend die Änderung des Flächennutzungsplans (F-Plan) für die Einrichtung des Windkraftgebiets bei Rehren beschlossen. Damit ist dieses Verfahren formal beendet.

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Samtgemeinde Nenndorf. Die zuletzt diskutierten Punkte wurden noch einmal vorgetragen. Dabei geht es um Windrad-Abstände zur Bahntrasse und eine Eingabe des Stromtrassen-Planers Tennet (wir berichteten). Ingenieur Georg Seibert lehnte Änderungen am F-Planentwurf aber ab. Ebenfalls neu ist ein Papier zum Vogelschutz, wonach Abstände von Windrädern zu Rotmilan-Populationen 1500 statt 1000 Meter betragen sollen. Seibert sagte, es handelt sich lediglich um Empfehlungen. Daher ließ der Mitarbeiter des Büros von Luckwald den Entwurf unverändert.

 Die Windkraftgegner hatten sich nach der Ausschusssitzung am Dienstag und der gestrigen Ratssitzung noch einmal bei der Verwaltung gemeldet, um ihre Argumente zu unterstreichen. Einfluss auf das Verfahren hatte dies aber nicht.

 Ralph Tegtmeier (SPD) erinnerte an den Beginn der Debatte im Jahr 2011, als die Fukushima-Katastrophe noch frisch im Gedächtnis gewesen sei. Die SPD sei grundsätzlich für die Energiewende, und der Landkreis sehe das größte Windkraft-Potenzial in der Samtgemeinde Nenndorf. Die SPD habe sich aber einen Interessenausgleich zwischen Investoren und Gegnern gewünscht. „Das hat die Ratsmehrheit leider abgelehnt“, so Tegtmeier.

 Karl-Walter Brüggenwirth bemängelte widersprüchliche Auslegungen von Artenschutzbelangen. Der WGN-Politiker ging auch davon aus, dass der Gesetzgeber nachträglich auf die 1500-Meter-Distanz zu den Milanen pochen wird. Windkraftgegner hatten vor der Sitzung diesbezüglich von einer Klagemöglichkeit gesprochen.

 Konstantinos Toubekis (Grüne) wies auf den Wertverlust der Häuser am Windpark hin. Mit 18-mal Ja, siebenmal Nein und drei Enthaltungen wurde die Plan-Änderung beschlossen. gus

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