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Millionenklinik legt Pläne vor

Vorhang auf für den „Vital-Park“ Millionenklinik legt Pläne vor

Diese Premiere hat es in sich: Die Stadt Bad Nenndorf weicht mit ihrer Bauausschuss-Sitzung am Mittwoch, 13. Mai, in das Tagungshotel „Delphin“ im Niedernfeld aus. Denn erstmals sollen die Pläne für die 150-Millionen-Euro-Klinik vorgestellt werden, die ein Investoren-Pool auf dem Harms-Gelände an der B65 bauen lassen will.

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Das Klinik-Projekt wird erstmals öffentlich präsentiert.

Bad Nenndorf. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 18.30 Uhr. Da die Verwaltung mit regem Zuhörer-Aufkommen rechnet, zieht sie das Tagungshotel der DLRG dem Vereinsheim vor, wo es ab 40 Zuschauern eng wird. Schließlich ist über kaum ein lokales Thema zuletzt so viel gesprochen worden wie über den „Royal Vital Wohnpark“, wie das Projekt offiziell heißt.

Der Bauausschuss befasst sich nun erstmals mit den für die Stadt relevanten Aspekten. Die Investorengruppe schickt eine Delegation zur Sitzung, die das Projekt vorstellt. Dieses besteht aus einem Gesundheitszentrum und einem Wohnkomplex. Der Schwerpunkt liegt auf alternativer Medizin. Außerdem sollen ein Hotel, Bäder, Restaurants, eine Apotheke und ein Reisebüro entstehen. Konkurrenz zu lokalen Arztpraxen soll es nicht geben, weil der Fokus auf Naturheilkunde liegt.

Die Stadt muss eine Änderung des Bebauungsplanes „Krater“ auf den Weg bringen, um die Voraussetzungen für die Klinik zu schaffen. Möglicherweise sind auch neue Abwasserleitungen und Pumpwerke zu installieren. Außerdem muss die Samtgemeinde den Flächennutzungsplan ändern. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat bereits grünes Licht für den Start der baurechtlichen Verfahren erteilt.

Allein haben die Nenndorfer Kommunen die Fäden aber nicht in Händen. Ein Raumordnungsverfahren könnte ebenfalls angeschoben werden. Dabei würden dann benachbarte Städte involviert. Für das Großprojekt soll ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden. Der Investor könnte sich darin bereit erklären, Personalkosten für Planer zu übernehmen, die Leistungen für die Stadt erbringen. Dann ginge die Planungsarbeit der Verwaltung für dieses Projekt nicht zulasten der übrigen Aufgaben im Rathaus. Der Vertragsabschluss steht aber noch aus.

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