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Mit Spenden gegen Neonaziaufmarsch

„Rechts gegen Rechts“ könnte auch in Bad Nenndorf laufen Mit Spenden gegen Neonaziaufmarsch

Die Neonazis könnten sich beim kommenden Aufmarsch zum Bad Nenndorfer Winckler-Bad sprichwörtlich ins eigene Fleisch schneiden.

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Quelle: Archiv

Bad Nenndorf.. Denn mit jedem Meter, den die Rechtsextremen auf ihrem Weg zum Winckler-Bad zurücklegen würden, könnten Spendengelder an eine Neonazi-Aussteigerorganisation fließen.

 So geschah es auch im November im bayerischen Wunsiedel bei der Aktion „Rechts gegen Rechts“ vom Verein Exit-Deutschland. Damals kamen 10000 Euro zusammen. Die dortige Aufmarschroute der 250 Neonazis wurde als Spendenlaufstrecke deklariert. Für jeden zurückgelegten Meter wurden zehn Euro an das Aussteigerprogramm des Vereins gespendet.

 Genau so eine Spendenaktion sei auch in Bad Nenndorf vorstellbar, meint Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt auf Anfrage. „Grundsätzlich können wir uns jede Initiative gegen die Neonazis vorstellen“, sagt er. Träger solcher Veranstaltungen müsste allerdings ein Verein sein. Würde dieser dann an die Samtgemeinde einen Antrag zur finanziellen Unterstützung der Aktion stellen, werde Schmidt diesen positiv in den entsprechenden politischen Gremien einbringen. Die finanzielle Unterstützung eines solchen Vorhabens durch Stadt und Samtgemeinde finde er begrüßenswert.

 Auch für das Nenndorfer Anti-Nazi-Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ sei eine Aktion wie „Rechts gegen Rechts“ beim Neonaziaufmarsch im kommenden Jahr vorstellbar, meint Vorsitzender Jürgen Uebel. Mit Exit werde schon seit mehreren Jahren zusammengearbeitet. Allerdings sei eine derartige Veranstaltung nicht beliebig oft wiederholbar, da sonst der Überraschungseffekt ausbleiben könnte. In welcher Form so etwas auch in Bad Nenndorf realisierbar ist, werde in einer Sitzung des Vereins und mit Exit im kommenden Jahr beratschlagt. Auch eine vereinseigene Organisation sei denkbar.

 Zuspruch zum „unfreiwilligen Spendenlauf“ der Neonazis gibt es auch von Sigrid Bade, Vorstandsmitglied des VfL Bad Nenndorf. „Wir wollen auch etwas Neues in unserem Protest machen, eine solche Aktion zu unterstützen, wäre eine Möglichkeit“, sagt sie.

 Dass durch die Pegida-Aufmärsche mehr Demonstrationsteilnehmer in Nenndorf auftreten, schließen alle drei aus. Schließlich seien die Themen der Demonstrationen voneinander losgelöst. on

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