Bad Nenndorf (bab). „Herzblut heißt auch Courage zu zeigen“, ist die Überzeugung des Künstlers, der gestern mit regionalen und überregionalen Kulturschaffenden eine muntere Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. KurT hatte sie verboten, weil zeitgleich das Treffen der Shanty-Chöre an der Musikmuschel lief. Das mit dem Verbot hat die stellvertretende Vorsitzende des Kulturforums, Hannelore Krage, sogar schriftlich. Per E-Mail habe das KurT-Geschäftsführerin Silke Busche mitgeteilt. Trotzdem zeigten sich Krage und der Kulturforumsvorsitzende Karl-Heinz Werner solidarisch und besuchten Lechelts Fest.
„Wir sind jetzt auf einer verbotenen Veranstaltung“, warnte der Bildhauer seine Gäste, die nur ein amüsiertes Grinsen und Kopfschütteln für das Gerangel übrig hatten. Lechelt rührte sogar noch die Werbetrommel für die Parallelveranstaltung: „Bratwurst und Bier“ dürfe „gerne dahinten“ konsumiert werden, betonte er ausdrücklich. Zudem gab Lechelt an, nicht im Kurpark, sondern auf dem „Parkplatz der Mietergemeinschaft“ des Landgrafenhauses zu feiern. Die Tänzer vom Tanztheater aus Hannover wagten sich für ihre Performance sogar vom Grundstück hinunter in den Kurpark. „Wir sind heute ein bisschen anarchistisch“, gab Lechelt zu. So wurde mit viel „Herzblut“ die künstlerische Freiheit großzügig ausgelegt und -gelebt.
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