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Muckis statt Mucke

Fitnessstudio in ehemaliger Großraum-Disco Muckis statt Mucke

Einer der größten Leerstände Bad Nenndorfs ist bald Geschichte: Der Vertrag für ein neues Fitnessstudio in den Räumlichkeiten der alten Großraumdisco an der Piepmühle ist unter Dach und Fach.

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Im oberen Geschoss der Gewerbeimmobilie schwitzen bald Fitness-Sportler.

Quelle: geb

BAD NENNDORF. Geschäftsführer Dennis Brandt als Lizenznehmer von „Easy Fitness“ wird mit der hiesiegen Niederlassung bereits sein zweites Studio eröffnen, wie er auf SN-Anfrage erklärte.

Vor zwei Jahren ließ er sich in Mellendorf zum ersten Mal auf die unternehmerische Verantwortung ein. „Damals konnten wir schon am Tag der Eröffnung 1000 Mitglieder verzeichnen“, erinnert sich Brandt.

Sein erfolgreiches Konzept will der Sport-Betriebswirt nun ab Mitte Januar 2017 in Bad Nenndorf etablieren. Im September starten die ersten Arbeiten auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche nach acht Jahren Leerstand. Der Beginn des Vorverkaufs folgt im Oktober. Die Gemeinde hatte keinen Einfluss auf die Ansiedlung des Fitnessstudios, so Stadtdirektor Mike Schmidt. Das neue Gewerbe geht mit dem Flächennutzungsplan auf dem Areal konform.

Jedes Klientel bekommt eine individuelle Beratung

Dem „Dorfkind“, wie Brandt sich selbst nennt, liegt der ländliche Raum. Auf den „unverhältnismäßigen Konkurrenzkampf“ des Fitness-Sektors in den Großstädten wolle er sich dagegen nicht einlassen. Auch in der Kurstadt setze er nicht unbedingt darauf, Bestandskunden der drei anderen Sportstudios – Spirit&Sport, Medifit und Intensofit – abzuwerben. „Unser Angebot ist im günstigen Segment angesiedelt und richtet sich zunächst an alle, die noch keine Erfahrung mit Fitness gesammelt oder frühere Mitgliedschaften aufgegeben haben“, so Brandt.

Jedes Klientel, unabhängig von der Trainings-Intention, werde bei „EasyFitness“ eine individuelle Beratung bekommen. Das Know-How der Franchise-Kette paare sich mit der eigenen Erfahrung Brandts und der seiner bis dato vier festangestellten Trainer und einiger Aushilfen. Altbacken werde es mit dem „coolen Team“ nicht zugehen. Auch trotz geringem Monatsbeitrag solle das neue Studio keine „Disount-Pumperbude“ werden, sondern vielmehr ein niedrigschwelliges Angebot an Hobbysportler.

„Auch Menschen, die gesundheitsorientiert an das Thema gehen und zum Beispiel ihren Rücken stärken möchten, um Schmerzen vorzubeugen, sind hier an der richtigen Adresse“, verspricht Brandt. geb

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Drei Disco-Anläufe scheiterten

Für eine Großraumdisco war Bad Nenndorf einfach kein gutes Pflaster. Zwischen 2002 und 2008 scheiterten drei Anläufe, einen florierenden Tanztempel in der Piepmühle anzusiedeln. Dabei waren die Pläne zunächst ambitioniert.

Im Dezember 2002 eröffneten die Betreiber Heinz Eichler und Erdogan Akdag auf rund 2100 Quadratmetern die Discothek Q-Palace. Ziel war es, junges Tanzpublikum von der Autobahn abzufischen. Schließlich befanden sich viele erfolgreiche Tanzschuppen an der A2 – vom Fun in Garbsen über das Liberty in Vlotho bis zum Go-Parc in Herford.

Doch die Tanzfläche war nur selten voll, die Konkurrenz war wohl zu groß. Daher setzte das Q-Palace bald auf den Sexfaktor. Stripperinnen ließen die Hüllen fallen, Go-go-Girls rekelten sich an den Stangen. Sogar zum „Lebendigen Buffet“ luden die Betreiber ein.

Die Aussicht, Speisen von der Haut junger Damen zu schlecken, ließ die Tänzer aber auch nicht ins Q-Palace strömen. Im Sommer 2005 übernahmen als Teilhaber Nino Schwartz und Andreas Ringe die Regie und firmierten auf Crystal-Palace um. Betriebsleiter wurde Hans-Georg Hippler. Die Strategie lautete: „Weg vom Schmuddel-Image“. Doch Auftritte von Pop-Sternchen wie Lumidee und Pachanga floppten ebenso wie Radio-Liveshows. Im August 2007 gab es den dritten Betreiberwechel, ein Jahr später ging auch im „Phoenix-Parc“, so der letzte Name, das Licht aus. gus

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