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NPD sagt ab – Demo dünnt aus

Bad Nenndorf / Nazi-Aufmarsch NPD sagt ab – Demo dünnt aus

Der Neonazi-Aufmarsch am Sonnabend dünnt immer mehr aus. Die NPD hat ihre Kundgebung abgesagt, die dafür angemeldeten fünf bis 20 Teilnehmer bleiben also weg. Maximal 125 Neonazis kommen demnach in die Kurstadt. Insider gehen sogar nur von etwa 60 Rechtsextremen aus.

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Quelle: SN

Bad Nenndorf. Dennoch nehmen die Gegner den „Aufmarsch light“ nicht auf die leichte Schulter. Auf die Pläne von „Bad Nenndorf ist bunt“ hat die Absage keine Auswirkungen, sagt der BNib-Vorsitzende, Jürgen Uebel. „Wir schauen nicht darauf, was die machen und rennen ihnen dann hinterher. Wir machen unser eigenes Ding, egal ob die NPD einen Stand hat oder nicht.“ Gemeint ist der „Zug der Erinnerung“ gegen Neonazis, der um 11 Uhr von der Ecke Hauptstraße/Horster Straße loszieht. Eine große Überraschung ist die Absage der NPD für Uebel nicht. „Wie ich sagte: Die wollen uns nur Sand in die Augen streuen.“ Es würde ihn daher auch nicht wundern, „wenn die Kundgebung der ,Rechten‘ auch nicht stattfindet“. Dies meint die Kundgebung der Partei „Die Rechte“, die 50 Teilnehmer angemeldet hat. Das rechtsextreme Gedenkbündnis hat 75 Teilnehmer gemeldet.
Die Stadt Bad Nenndorf hat erneut eine Resolution gegen Neonazisaufmärsche verabschiedet. Die neue Resolution gegen den Aufmarsch der Rechtsextremen am Sonnabend gleicht der vom vergangenen Sommer. Die Stadt ruft in ihrem Schreiben alle Bürger auf, sich an den friedlichen Protesten und Aktivitäten gegen das Auftreten der Neonazis zu beteiligen. Zudem ruft die Stadt alle verantwortlichen Stellen auf, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein Auftreten rechtsextremistischer Gruppen bei den Versammlungen zu verhindern.
Offenbar ist dieses allerdings, laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus Hannover, nicht passiert. In einem Aufruf zum Widerstand gegen die Neonazis in Bad Nenndorf kritisiert Steffen Holz vom DGB die Behörden: Der „bundesweite Wallfahrtsort der Nazis soll wohl wieder das privilegierte Ziel der Nazis werden.“ Versammlungsbehörde und Polizei hätten die Absicht verfolgt, die Neonazi-Gegner nicht an das Winckler-Bad heranzulassen.
Dabei versuchten die Neonazis, dieses Jahr zum zweiten Mal vor dem Gebäude gegen Freiheit und Demokratie zu demonstrieren. Die alliierten Gegner Nazideutschlands würden pauschal als Kriegsverbrecher denunziert. „Gegen diese Volksverhetzung wehrte sich das ‚Bündnis Bad Nenndorf ist bunt‘ im Sommer 2013 mit einer eindrucksvollen Demonstration vor dem Winckler-Bad“, heißt es im Aufruf des DGB, der die Menschen ebenfalls gegen rechts mobilisieren soll.
Aktuelle Informationen zur Demo in Bad Nenndorf gibt es wieder im SN-Ticker auf Facebook, Twitter und sn-online.de. gus, kle, on
Die Resolution der Stadt ist hier zu finden.

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