Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bad Nenndorf Nach Wasserschaden im Entdeckerhaus: Kita-Umzug dauert länger
Schaumburg Nenndorf Bad Nenndorf Nach Wasserschaden im Entdeckerhaus: Kita-Umzug dauert länger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:47 10.02.2019
Das Containerdorf auf dem Wohnmobilplatz, in das die Kita eigentlich im Januar umziehen sollte, ist noch immer eine Baustelle. Quelle: lht
Bad Nenndorf

Noch sind sie von meterhohen Bauzäunen umgeben, die 54 Stahlcontainer auf dem Wohnmobilstellplatz an der Bahnhofstraße. Bereits Ende November wurden die Bauklötze dort aufgestellt. Eigentlich sollten darin ab dem 7. Januar die Jungen und Mädchen der Kita Entdeckerhaus Platz finden, damit im Haupthaus der Einrichtung ein Wasserschaden aus dem Jahr 2017 saniert werden kann. Doch der Umzug lässt bis heute auf sich warten. Schuld daran sind offenbar Verzögerungen bei mehreren Handwerksbetrieben.

Keine Prognose für neues Umzugsdatum

Explizit äußern will sich die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW), die Trägerin der Kita ist, zu den Vorfällen nicht. „Wir warten alle auf einen Termin, damit die Containerfirma das übergeben kann“, berichtet Geschäftsbereichsleiterin Irmgard Fricke auf Anfrage. Eine Prognose hinsichtlich eines neuen Umzugsdatums will sie aber nicht machen. „Es ist rein spekulativ, dazu etwas zu sagen“, stellt Fricke klar. Und mit Blick auf den 7. Januar erklärt sie: „Wahrscheinlich war es ein Fehler, vorschnell Termine zu veröffentlichen.“

Noch immer sind rund um das Containerdorf Handwerksbetriebe im Einsatz, darunter auch der Modulbauer Algeco, der die Container an die Kita vermietet. Auch einen Monat nach dem anvisierten Termin ist das Containerdorf nicht bezugsbereit. Nach Informationen dieser Zeitung fehlen gegenwärtig noch mehrere Innentüren, mit denen die einzelnen Container verbunden werden. Auch die Heizung war am Wochenende noch nicht einsatzbereit.

Keine Not

„Wir haben keine Not umzuziehen“, sagt Fricke. Demnach geht von dem Wasserschaden keine Gefahr für die rund 70 Kinder aus, die in der integrativen Einrichtung betreut werden. „Es gibt keine Absperrungen. Alle Räume können genutzt werden“, erklärt Fricke insbesondere mit Blick auf mögliche Bedenken der Eltern. Auch Einrichtungsleiterin Sabine Vogt, die sich ansonsten nicht zum Thema äußern möchte, betont: „Ich wäre hier nicht tätig, wenn irgendetwas gesundheitsschädlich wäre.“

Bislang stehen die Container leer. Die PLSW möchte die Arbeiten der Handwerker ebenso wie die anschließende Endreinigung abwarten, bevor wichtige Einrichtungsgegenstände aus dem Haupthaus getragen werden. Ob sich mit dem Einzugsdatum auch die Sanierung des Wasserschadens und damit die Rückkehr ins Haupthaus nach hinten verschiebt, ist noch unklar. Ursprünglich war diese für Sommer vorgesehen.

Camper gestört

Während die PLSW die Situation scheinbar gelassen nimmt, dürfte eine weitere Verzögerung in den Sommer hinein mindestens diejenigen stören, die mit ihrem Wohnmobil gerne Halt in der Kurstadt machen. Auf der Fläche, die nun von Containern blockiert wird, ist eigentlich Platz für 15 bis 20 dieser Fahrzeuge. Nach Angaben von Amtsleiter André Lutz stehen aktuell ersatzweise noch zwei bis drei Stellplätze zur Verfügung. Und die waren bereits am Freitag, bei wohnmobilunfreundlichem Winterwetter, belegt.

von Lennart Hecht