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Nach der Kundgebung wird gefeiert

Gegendemonstration zum Nazi-Aufmarsch Nach der Kundgebung wird gefeiert

Der ungefähre Ablauf der Gegendemonstration zum Nazi-Aufmarsch am 1. August steht fest. Für die genaue Route der Nazi-Gegner fehlt allerdings noch die abschließende Genehmigung des Landkreises.

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Vergangenes Jahr führte der Rundmarsch der Gegendemo noch über die Bahnhofstraße.

Quelle: Archiv

Bad Nenndorf. Wie Jürgen Uebel, Vorsitzender von „Bad Nenndorf ist bunt“ (BNib), beim jüngsten Vorbereitungstreffen berichtete, wird die Reihe der Aktionen wie gewohnt um 9 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst an der Musikmuschel beginnen. Danach, gegen 10.30 Uhr, folgt die Auftaktkundgebung am jüdischen Gedenkstein an der Kurhausstraße, das Ende dieser Kundgebung ist für gewöhnlich gegen 11.30 Uhr.

Danach machen sich die Beteiligten auf zu einem Rundmarsch, der unter anderem entlang der Hauptstraße führen soll. Hierfür fehlt jedoch noch das abschließende Okay des Landkreises. Die Rechtsextremen würden in diesem Jahr voraussichtlich wie früher über die von ihnen bevorzugte Bahnhofstraße kommen, so Uebel. Da dort bis vor Kurzem noch die jüdische Gemeinde ansässig war, mussten die Nazis eine Alternativroute wählen. Seit dem Umzug der Gemeinde an die Straße Am Thermalbad steht den Rechten der Weg entlang der Bahnhofstraße zum Winckler-Bad wieder offen. Ganz beschwerdefrei wird der Marsch der Nazis aber wohl nicht verlaufen. Zumindest seien in den Häusern an der Bahnhofstraße wohl wieder einige private Partys geplant, kündigte Uebel an.

Die Rückmeldung des Landkreises soll in Kürze erfolgen, wie Kreissprecher Klaus Heimann auf Anfrage erklärte. Für den Fall, dass der Bescheid negativ ausfällt, wird BNib gegen die Entscheidung womöglich vorgehen. Nach der Abschlusskundgebung von BNib ist eine gemeinsame Feier vor und in den Räumen der jüdischen Gemeinde geplant, zu der jeder Bürger willkommen ist.

Einen Knackpunkt bei der Planung bildet derzeit noch die Bestuhlung an der Musikmuschel. Dort stehen inzwischen wohl nur noch um die 40 Bänke bereit, die Platz für etwa 160 Personen bieten. Nach der Erfahrung der Kirchengemeinden eindeutig zu wenig. So entstand bei der Diskussion die Überlegung, ob die Bänke, die später am Tag beim Fest an der jüdischen Gemeinde zum Einsatz kommen sollen, nicht zuerst dort verwendet und nach dem Ende des Gottesdienstes in die Straße Am Thermalbad transportiert werden könnten. Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt will sich dazu mit den Feuerwehren in Verbindung setzen, die die Bänke bereitstellen werden. Ansonsten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, hinter den Kulissen wird gebastelt, sortiert und gemanagt, die Suche nach weiteren Ordnern für die Demo und zusätzliche Plakatträger läuft. Unter anderem ist auch noch ein Antrag auf Öffnung der öffentlichen Toiletten an der Wandelhalle in Bearbeitung.

Eine Auftaktveranstaltung am Freitag, 31. Juli, wird es bekanntlich nicht geben. Dafür treffen sich die Mitglieder von BNib dann wieder zum Schmücken der Bahnhofstraße. kle

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