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Bebauungsplan wird teilweise geändert Nächste Diskussion ums Kurhaus

Eine trockene und zähe Debatte hat es um den Bebauungsplan für das Kurhaus-Areal gegeben. Bedenken gab es wegen Denkmalschutzbelangen und der künftigen Nutzung des Gebäudes. Letztlich stimmte der Bauausschuss dafür, den jetzigen Plan bestehen zu lassen und nur in einzelnen Punkten abzuändern.

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Auch der Parkplatz, der derzeit an der Therme entsteht, ist vom Denkmalschutz nicht moniert worden.

Quelle: gus

Bad Nenndorf. Ausgangspunkt war eine von der Verwaltung für sinnvoll befundene Änderung, wonach eine Wohnbebauung nicht mehr auf dem Kurhaus-Areal erlaubt werden soll. Schließlich gibt es dort jetzt auch keine Wohnungen, so die Begründung. Stattdessen sollte im Bebauungsplan die Nutzung des Kurhauses für Gewerbe und Verwaltung festgelegt werden. Dies ermöglichte im Bedarfsfall auch den Einzug des Rathauses in das Gebäude, was von einigen Politikern als nicht wünschenswert angesehen wird.

 Die Verwaltung wollte daher den gesamten Bebauungsplan aufheben lassen. Bernd Hothan (beratendes Mitglied für die SPD-Fraktion) schlug aber vor, den Bebauungsplan nicht aufzuheben, sondern lediglich die Nutzungsrichtlinien entsprechend zu ändern. Dann blieben immerhin die Grenzen beibehalten – sollte das Gebäude beispielsweise abbrennen, wären die Rahmenrichtlinien weiterhin festgelegt, sodass es wieder aufgebaut werden könnte, so Hothan.

 Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen wandte ein, dass die Verwaltung das von Hothan beschriebene Vorgehen bereits vorgeschlagen hatte. Der Bauausschuss habe allerdings dazu gedrängt, den Vorgang zu verschieben, um den Sanierungsplan des Kurhauses abzuwarten. Mittlerweile liegen fürs Kurhaus erste konsensfähige Entwürfe vor. Und der Landkreis habe ebenfalls zur B-Plan-Aufhebung geraten.

 Frank Steen (WGN) sprach sich dafür aus, den Weg, den die Verwaltung jetzt einschlagen möchte, abzusegnen. Das Schreckensszenario eines abgebrannten Kurhauses bezeichnete Steen als „nicht sehr wahrscheinlich“. Zudem habe ein Gebäude seines Wissens auch nach einem Niederbrennen eine Art Bestandsschutz, was Hothan verneinte.

 Volker Busse (SPD) stützte den Vorstoß Hothans, auch weil, wie Hothan erklärt hatte, in dem jetzigen Plan Parkplätze festgeschrieben sind. In einem Genehmigungsverfahren eines neuen B-Plans könnte der Denkmalschutz Autostellflächen ablehnen.

 Stadtdirektor Bernd Reese entgegnete, dass der Denkmalschutz auch nicht gegen den neuen Parkplatz oberhalb der Therme, der gerade gebaut wird, gestimmt hat. Auch dieser befinde sich im Kurpark. „Was kann die Verwaltung mehr tun, als sich mit dem Landkreis abzustimmen?“, fragte Reese.

 Der Bauausschuss votierte bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen für den SPD-Vorschlag. Demnach werden lediglich die Nutzungsbestimmungen im B-Plan geändert. gus

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